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Forschung

Buck Institute startet groß angelegte Initiative zur Messung und Verlängerung gesunder Lebensjahre

Redaktion LongevityWatch · 27. März 2026 · 2 min · English

Menschen leben länger, doch diese zusätzlichen Jahre sind häufig alles andere als gesunde. Das Buck Institute, das weltweit größte Forschungsinstitut, das sich ausschließlich der Alternsforschung widmet, startet nun ein neues Programm, das diese Lücke schließen soll. Der Name: Healthspan Horizons.

Es gibt ein grundlegendes Problem mit der Art und Weise, wie wir Alterung messen und angehen. Die Lebenserwartung ist seit Langem die dominierende Kennzahl in der Medizin und der öffentlichen Gesundheitspolitik. Doch ein längeres Leben, das großteils von Krankheit oder körperlichem Verfall geprägt ist, lässt sich kaum als Erfolg werten. In der Wissenschaft setzt sich zunehmend die Überzeugung durch, dass die sogenannte „Healthspan" -- also die Jahre, die ein Mensch bei guter Gesundheit verbringt -- das weit bessere Zielmaß darstellt. Das Problem dabei: Eine allgemein anerkannte Definition von Healthspan existiert nicht, geschweige denn eine standardisierte Methode zu ihrer Messung.

Genau hier setzt Healthspan Horizons an. Das Programm stützt sich auf drei Säulen: die Entwicklung wissenschaftlich valider und breit anwendbarer Instrumente zur Messung der Healthspan; die Erforschung der biologischen Mechanismen, die gesunde Lebensjahre verkürzen; sowie die Beschleunigung des Transfers von Laborbefunden in klinische Anwendungen. Dazu sucht das Buck Institute aktiv die Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen und Organisationen des Gesundheitswesens.

Messen ist Wissen -- aber was genau?

Die Frage der Messung ist schwieriger als sie klingt. Gesundheit ist mehrdimensional: körperliche Leistungsfähigkeit, kognitive Schärfe, psychisches Wohlbefinden, soziale Teilhabe, Freiheit von Krankheit. Verschiedene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen unterschiedliche Aspekte. Manche möchten Healthspan als den Zeitraum definieren, in dem keine chronische Erkrankung vorliegt; andere als den Zeitraum, in dem eine Person ihre funktionale Selbstständigkeit bewahrt. Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen dafür, was gemessen wird und welche Interventionen als erfolgreich gelten.

Biologische Uhren -- etwa epigenetische Uhren, die das biologische Alter anhand von DNA-Methylierungsmustern schätzen -- werden häufig als Näherungswert für die Healthspan herangezogen, sind jedoch noch nicht gut genug validiert, um als primäres Zielmaß in klinischen Studien zu dienen. Das Buck Institute will auch auf diesem Gebiet Fortschritte erzielen: durch die Identifizierung von Biomarkern, die zuverlässig vorhersagen, wie lange jemand gesund bleibt -- nicht nur, wie lange er oder sie lebt.

Warum jetzt?

Der demografische Druck macht die Dringlichkeit unübersehbar. In den meisten westlichen Ländern wächst der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung rapide, und die Kosten altersbedingter Versorgung steigen im gleichen Takt. Verbessert sich das Verhältnis von kranken zu gesunden Jahren nicht, drohen Gesundheitssysteme an ihre Belastungsgrenzen zu stoßen. Healthspan Horizons versteht sich ausdrücklich als Antwort auf diese gesellschaftliche Herausforderung -- nicht bloß als wissenschaftliches Projekt, sondern als politisch relevante Initiative.

Ob das Programm konkrete Ergebnisse liefern wird, die die Lücke zwischen Labor und gelebter Praxis tatsächlich schließen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Das Buck Institute verfügt über echte wissenschaftliche Autorität, doch der Weg von vielversprechender Forschung zu messbaren Gesundheitsgewinnen für die breite Bevölkerung ist lang und mit gescheiterten Übertragungsversuchen gepflastert.

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