Sozialer Status sagt kaum voraus, wie lange man lebt
Einkommen, Bildung und Familienstand erklären zusammen weniger als zwei Prozent der Unterschiede in der individuellen Lebenserwartung. Zu diesem überraschenden Schluss kommt eine US-Studie, die 121.000 Männer von der Geburt bis zum Tod verfolgte.
Dass es auf Gruppenebene erhebliche Unterschiede in der Lebenserwartung gibt, ist seit Langem bekannt: Wohlhabendere leben länger als Ärmere, Gebildetere länger als weniger Gebildete. Doch die Studie zeigt, dass diese Gruppenunterschiede kaum etwas darüber verraten, wie lange ein einzelner Mensch tatsächlich lebt. Die Forschenden verknüpften Daten des US-Zensus mit amtlichen Sterberegistern für eine Kohorte von Männern des Jahrgangs 1910 und verfolgten deren Todesfälle zwischen 1975 und 2005.