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Forschung · Schlaf

Schlafrhythmus steuert den Stoffwechsel auf Zellebene

Redaktion LongevityWatch · 25. September 2026 · 1 min · English

Schlechter Schlaf oder ein gestörter Tag-Nacht-Zyklus beschleunigt das Altern auf zellulärer Ebene. Neue Forschung an Fruchtfliegen zeigt präzise, wie Schlaf und die innere Uhr der Zelle den Stoffwechsel koordinieren – und was schiefläuft, wenn beides nicht mehr zusammenspielt.

Schlechter Schlaf ist seit Langem mit einem erhöhten Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beschleunigtes Altern verbunden. Wie Schlafstörungen den Stoffwechsel auf zellulärer Ebene beeinflussen, war jedoch bislang kaum verstanden. Forschende wandten sich deshalb der Fruchtfliege (Drosophila melanogaster) zu, einem weit verbreiteten Modellorganismus in der Altersforschung.

Der zirkadiane Rhythmus als Dirigent des Stoffwechsels

Die Studie, erschienen in eLife, kombinierte zwei Messansätze: Respirometrie (zur Erfassung des Energieverbrauchs) und Metabolomik (die gleichzeitige Analyse von Hunderten kleiner Moleküle im Körper). Bei normalen Fliegen unter einem regulären Hell-Dunkel-Rhythmus war der Stoffwechsel rhythmisch organisiert: Mitochondrien – die Energiekraftwerke der Zelle – arbeiteten in vorhersehbaren Wellen, und Aminosäuren sowie Antioxidantien wurden zur richtigen Zeit produziert und verbraucht.

Bei Fliegen mit Schlafstörungen oder einem gestörten zirkadianen Rhythmus – der inneren biologischen Uhr, die den Tag-Nacht-Zyklus steuert – brach diese Organisation zusammen. Die Zellen wechselten reaktiv zwischen verschiedenen Energiequellen, verbrannten vermehrt Fette und Aminosäuren statt Zucker, und der Schutz gegen oxidativen Stress (Schäden durch reaktive Sauerstoffmoleküle) nahm ab. Uhr-Mutanten, also Fliegen ohne funktionierenden zirkadianen Rhythmus, zeigten die gravierendsten Störungen.

Was das für das menschliche Altern bedeutet

Die Befunde aus dem Fliegenmodell lassen sich nicht direkt auf den Menschen übertragen, liefern aber mechanistische Einblicke, die mit Beobachtungen beim Menschen übereinstimmen: Schichtarbeit, Jetlag und Schlafstörungen gehen mit gestörtem Stoffwechsel und beschleunigtem biologischem Altern einher. Die Studie zeigt, dass der zirkadiane Rhythmus nicht nur regelt, wann geschlafen wird, sondern auch, wann die Zellen Energie produzieren, was sie abbauen und wie sie sich schützen – eine Ebene tiefer, als bislang kartiert worden war.

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Suchbegriffe zur Vertiefung: circadian rhythm mitochondrial metabolism | sleep disruption oxidative stress aging | metabolomics chronobiology

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