Alternde Gehirnzellen stecken Nachbarn über fünf Wege an
Seneszente Gehirnzellen verhalten sich nicht still. Sie senden chemische Signale aus, die benachbarte Zellen in denselben dysfunktionalen Zustand treiben. Neue Forschungsarbeit kartiert nun die genauen Routen, über die jeder Gehirnzelltyp diesen Effekt verbreitet.
Mit zunehmendem Alter häufen sich Zellen an, die sich nicht mehr teilen, aber auch nicht absterben. Sie verharren in einem Zustand, den Forscher zelluläre Seneszenz nennen: eine Art biologischer Rente, in der die Zelle weder zur Gewebefunktion beiträgt noch verschwindet. Stattdessen schütten diese Zellen ein Gemisch aus Signalproteinen aus, bekannt als SASP (senescence-associated secretory phenotype) – ein entzündungsfördernder Cocktail, den gealterte Zellen in ihre Umgebung abgeben.