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Forschung · Herz & Gefäße

Arterienplaques bereits bei Achtzehnjährigen nachgewiesen

Redaktion LongevityWatch · 2. Oktober 2026 · 1 min · English

Bereits knapp jeder dreizehnte Mensch zwischen achtzehn und neunundzwanzig Jahren hat Arterienplaques, obwohl er äußerlich völlig gesund wirkt. Eine große Studie mit mehr als sechzehntausend Erwachsenen zeigt, dass Herzerkrankungen weit früher beginnen, als bisher angenommen.

Forschende haben sechzehntausend scheinbar gesunde Erwachsene untersucht – nicht über Bluttests oder Symptome, sondern durch direkte Bildgebung der Arterien. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmenden zeigte Zeichen einer Atherosklerose: der Ablagerung von Fett, Kalzium und Zellabfällen in den Arterienwänden. Diese Ablagerungen verursachten zum Untersuchungszeitpunkt keinerlei Beschwerden, können aber Jahrzehnte später zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen.

Gefäßalterung beginnt im frühen Erwachsenenalter

Plaques bei älteren Erwachsenen sind hinlänglich bekannt. Ihr Auftreten bei Achtzehnjährigen ist weit bemerkenswerter. Die Forschenden argumentieren, dass direkte Arterienbildgebung verborgene Herz-Kreislauf-Erkrankungen Jahre oder sogar Jahrzehnte früher aufdecken kann, als Standardmethoden wie Bluttests irgendeinen Hinweis liefern würden. Unter den Erwachsenen zwischen achtzehn und neunundzwanzig Jahren hatte bereits etwa jeder Dreizehnte nachweisbare Plaques. In älteren Altersgruppen stieg dieser Anteil deutlich an.

Das berührt ein zentrales Thema der Longevity-Forschung: Biologisches Altern beginnt nicht erst in der Lebensmitte. Schäden akkumulieren sich von früh an still und unbemerkt. Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen oder eine ungesunde Ernährung frühzeitig anzugehen, könnte beeinflussen, wie rasch sich Plaques aufbauen – doch diese Frage war nicht Gegenstand der vorliegenden Studie.

Bildgebung als Frühwarnsystem

Die Studie gibt Anlass, kardiovaskuläre Prävention neu zu denken. Statt auf Symptome oder das Alter zu warten, ab dem Blutbilder routinemäßig veranlasst werden, könnte Arterienbildgebung früher und breiter eingesetzt werden. Diese Debatte ist allerdings mit berechtigten Fragen zu Kosten und Überdiagnostik verbunden.

Was der Befund klar belegt: Gefäßalterung ist kein Problem, das mit fünfzig beginnt. Es handelt sich um einen Prozess, der sich vom frühen Erwachsenenalter an verfolgen – und möglicherweise beeinflussen – lässt.

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