Einzelzell-Kartierung enthüllt frühe Veränderungen bei Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz ist keine Erkrankung eines einzigen Zelltyps. Neue Technologien ermöglichen es Forschenden, auf der Ebene einzelner Zellen zu beobachten, welche Gene aktiv sind und wie die DNA gefaltet ist. Eine groß angelegte Studie in Science zeigt, dass die Kombination beider Ansätze Veränderungen früher und detaillierter erkennt als jede Methode für sich allein.
Herzinsuffizienz entsteht, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut zu pumpen. Behandlungsmöglichkeiten gibt es zwar, doch warum manche Patienten schneller als andere einen Krankheitsfortschritt zeigen, ist bislang kaum verstanden. Das liegt unter anderem daran, dass es bisher schwierig war, zelluläre Fehlfunktionen in Herzgewebe präzise zu messen.
Die Studie, veröffentlicht in Science, kombinierte Single-Cell-Multiomics (die gleichzeitige Messung von Genaktivität und chemischen DNA-Modifikationen in einzelnen Zellen) mit der Analyse der Chromatinstruktur (der dreidimensionalen Faltung der DNA im Zellkern). Das Ergebnis ist eine detaillierte Karte der genregulatorischen Dynamik in versagendem Herzgewebe, aufgeschlüsselt nach Zelltyp.