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Gehirn-Schaltkreis bei Mäusen wechselt den Körper von Ruhe auf Wärme und Wachheit

Redaktion LongevityWatch · 4. November 2026 · 1 min · English

Der Körper reguliert seine Temperatur nicht allein durch Zittern und Schwitzen. Neue Mausexperimente zeigen, dass ein spezifisches Gehirnsignal den Wechsel von der Ruhe zur Aktivität auslöst – und dabei den Körper aufwärmt.

Forschende untersuchten eine Gruppe von Neuronen im Hypothalamus, einer Gehirnregion, die Körperprozesse steuert, die das Hormon Oxytocin produzieren. Diese Neuronen sind bei der sozialen Thermoregulation aktiv – etwa wenn Tiere sich aneinanderkuscheln. Wie sich zeigte, sind sie jedoch auch in nicht-sozialen Situationen aktiv.

Was die Mausexperimente zeigten

Die Studie, erschienen in eLife, kombinierte mehrere Messmethoden. Mittels Faserphotometrie verfolgten die Forschenden die Aktivität der Oxytocin-Neuronen in Echtzeit. Ihre Aktivität stimmte mit dem Übergang von Ruhe zu Wärmeproduktion und Verhaltensaktivierung überein – sowohl in sozialen als auch in nicht-sozialen Kontexten.

Anschließend stimulierten die Forschenden die Oxytocin-Neuronen mithilfe von Lichtimpulsen (Optogenetik) künstlich. Geschah dies, während sich die Mäuse in einem Ruhezustand bei niedriger Temperatur befanden, stieg die körpereigene Wärmeproduktion an, gefolgt von gesteigerter Aktivität. Der Zeitpunkt war entscheidend: Eine Stimulation an anderen Punkten des Ruhezyklus zeigte geringere Wirkung.

Ein Schalter zwischen Ruhe und Aktivität

Auf Basis dieser Ergebnisse schlagen die Forschenden vor, dass diese Oxytocin-Neuronen Zustandsübergänge in der Körpertemperaturregulation begünstigen. Sie könnten als eine Art Schalter fungieren, der mitbestimmt, wann der Körper von einem energiesparenden Ruhezustand in einen aktiveren Zustand wechselt.

Ob Oxytocin selbst diesen Effekt antreibt oder eine andere Substanz, die von denselben Neuronen gemeinsam ausgeschüttet wird, ließ sich in dieser Studie nicht abschließend klären. Die Befunde beruhen auf Mausexperimenten; ob sie auf den Menschen übertragbar sind, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

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