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Neue Altersuhr kombiniert Proteine und Metaboliten

Redaktion LongevityWatch · 22. Juni 2026 · 1 min · Nederlands

Eine biologische Uhr, die gleichzeitig Proteine und kleine Moleküle im Blut misst, sagt chronische Krankheiten genauer vorher als frühere Methoden. Sie wurde an mehr als 30.000 Teilnehmern validiert.

Altersuhren sind Werkzeuge, die das biologische statt des kalendarischen Alters messen. Sie erfassen Signale im Körper, die Aufschluss darüber geben, wie schnell jemand altert. Bestehende Uhren stützen sich häufig auf DNA-Methylierung oder eine begrenzte Anzahl von Biomarkern. Die neue Uhr namens StackAge vereint zwei Datentypen: das Proteom (alle Proteine im Blutplasma) und das Metabolom (kleine Moleküle wie Zucker und Fettsäuren, die Stoffwechselprozesse widerspiegeln).

Die Forschenden werteten Daten von 30.376 Teilnehmern der UK Biobank aus. StackAge sagte das chronologische Alter mit einer Korrelation von rund 0,93 vorher – ein hoher Wert für Modelle dieser Art. Bei zwölf chronischen Erkrankungen verbesserte die Uhr die Risikovorhersage messbar, am stärksten bei Typ-2-Diabetes, Alzheimer und chronischer Nierenerkrankung.

Was die Uhr misst

Die Biomarker, auf die sich die Uhr am stärksten stützt, lassen sich drei biologischen Kategorien zuordnen: Entzündung, metabolischer Stress und Veränderungen in der Gewebsmatrix rund um die Zellen (extrazelluläre Matrix). Diese drei Prozesse stehen seit Langem im Zusammenhang mit Alterung und altersbedingten Erkrankungen.

Die Studie zeigt zudem, dass Lebensstilfaktoren wie körperliche Aktivität, Rauchen und Ernährung mit einem höheren oder niedrigeren biologischen Alter im Sinne von StackAge korrelieren. Das macht die Uhr potenziell nützlich für die Präventionsforschung.

Mehr Uhren, aber auch mehr offene Fragen

Zugleich mahnen Kommentare zu diesem Forschungsfeld zur Vorsicht. Neue Uhren werden zwar in rasantem Tempo entwickelt, ihre Validierung für konkrete Anwendungen – etwa zur Messung des Effekts einer Therapie – ist jedoch erheblich schwieriger. StackAge korreliert mit Krankheitsverläufen, doch ob sie Veränderungen durch eine Behandlung zuverlässig abbildet, ist bislang nicht belegt. Das ist eine grundlegende Herausforderung für das gesamte Forschungsfeld der Altersuhren – und sie gilt für StackAge ebenso.

Die Ergebnisse wurden in Briefings in Bioinformatics veröffentlicht.

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