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Neues Hirnscanning-Verfahren erkennt Huntington-Zellverlust frühzeitig

Redaktion LongevityWatch · 15. Juli 2026 · 1 min · English

Bei Morbus Huntington degenerieren Hirnregionen in einer festgelegten Abfolge. Eine neue Bildgebungsmethode kann diese Abfolge nun auf zellulärer Ebene sichtbar machen, bevor tatsächlich Zellen verloren gehen.

Morbus Huntington ist eine erbliche Hirnerkrankung, die zu einem fortschreitenden Verlust der Bewegungskontrolle, kognitiven Abbau und Verhaltensveränderungen führt. Ausgelöst wird sie durch eine Mutation in einem einzigen Gen, doch wie genau diese Mutation zum Zellverlust in bestimmten Hirnregionen führt, ist noch nicht vollständig verstanden.

Ein neuer Blick auf die zelluläre Architektur

Forschende haben eine Methode entwickelt, die auf der Diffusions-MRT basiert, einem Bildgebungsverfahren, das die Bewegung von Wassermolekülen durch Gewebe verfolgt. Aus diesen Messungen lässt sich ableiten, wie Zellen angeordnet und wie dicht sie gepackt sind. Laut der Studie, die in eLife veröffentlicht wurde, sind Auffälligkeiten in der zellulären Architektur der Basalganglien (einer tief gelegenen Hirnregion, die an der Bewegungssteuerung beteiligt ist) bei Huntington-Patienten nachweisbar, und zwar selbst in frühen Krankheitsstadien.

Ein bemerkenswerter Befund ist, dass Veränderungen in der weißen Substanz früher erkennbar zu sein scheinen als Veränderungen in der grauen Substanz. Die weiße Substanz enthält die langen Verbindungsbahnen zwischen den Hirnregionen. Der Befund, dass diese Bahnen betroffen sind, bevor die Nervenzellkörper selbst Schaden nehmen, ist eine neue Erkenntnis mit potenziellen Konsequenzen für die Überwachung des Krankheitsverlaufs.

Ein Werkzeug für klinische Studien

Die Methode ist nicht invasiv und nutzt eine bereits vorhandene Bildgebungstechnologie. Das macht sie potenziell geeignet als Monitoring-Instrument in klinischen Studien zu neuen Huntington-Therapien. Derzeit existiert keine Behandlung, die den Krankheitsverlauf nennenswert verlangsamt.

Für die Alternsforschung im weiteren Sinne könnte der Ansatz auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson als Frühindikator für Veränderungen in der zellulären Architektur einsetzbar sein, wenngleich seine Sensitivität in diesen Kontexten noch nicht getestet wurde.

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Suchbegriffe: diffusion MRI cellular architecture brain, basal ganglia neurodegeneration, Huntington disease biomarker imaging

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