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Die Ernährung des Vaters prägt die frühe Entwicklung seiner Kinder

Redaktion LongevityWatch · 26. Juli 2026 · 1 min · English

Was ein Vater vor der Zeugung isst, beeinflusst die Entwicklung seiner Kinder. Eine Mausstudie zeigt, dass sowohl Über- als auch Unterernährung Spuren im Nachwuchs hinterlassen und dass die Auswirkungen je nach Geschlecht des Kindes unterschiedlich ausfallen.

Der Zusammenhang zwischen der Ernährung einer Mutter und der Gesundheit ihres Kindes ist gut belegt. Dass auch die Ernährung des Vaters eine Rolle spielt, wird weniger wahrgenommen. Dabei häufen sich die Belege dafür, dass die väterliche Ernährung vor der Befruchtung die frühe Embryonal- und Plazentaentwicklung beeinflussen kann -- durch Veränderungen in den Spermien, die unabhängig von der DNA selbst sind.

Die Forschenden ernährten männliche Mäuse acht Wochen lang mit vier verschiedenen Diäten: einer Kontrolldiät, einer proteinarmen Diät, einer fett- und zuckerreichen westlichen Ernährung oder einer dieser beiden Diäten, ergänzt um Methyldonatoren. Methyldonatoren sind Verbindungen, die die Genregulation beeinflussen können, ohne die DNA selbst zu verändern -- ein Vorgang, der als Epigenetik bezeichnet wird. Nach der Paarung wurden die Muttertiere und der Nachwuchs beobachtet.

Was die Plazenta verrät

Mäuse mit westlicher Ernährung zeigten Anzeichen von erhöhter Fettmasse, Veränderungen der Darmmikrobiota sowie eine veränderte Expression bestimmter Gene in den Hoden. Nach der Befruchtung war auch die Plazenta verändert. Normalerweise sind Hunderte von Genen zwischen männlichen und weiblichen Plazenten unterschiedlich aktiv. Bei Nachkommen von Vätern mit veränderter Ernährung war dieser Unterschied weitgehend verschwunden. Das ist ein bemerkenswerter Befund: Die geschlechtsspezifische Differenzierung der Plazenta scheint durch die väterliche Ernährung gestört zu werden.

Die grundsätzliche Fruchtbarkeit der Väter blieb unbeeinträchtigt. Die Auswirkungen zeigten sich erst später, in der Plazentastruktur und im frühen Embryogewicht. Das erschwert eine frühzeitige Erkennung.

Epigenetik als Brücke zwischen den Generationen

Die in eLife veröffentlichte Studie liefert einen mechanistischen Hinweis: Über epigenetische Signale in den Spermien könnten väterliche Ernährungsentscheidungen an die nächste Generation weitergegeben werden. Wie dieser Prozess beim Menschen abläuft, ist noch unklar. Die Ergebnisse sind vorläufig, weiten aber die Diskussion um Gesundheit vor der Empfängnis auf beide Elternteile aus.

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