Funktioniert Skin Cycling wirklich besser für deine Haut?
Skin Cycling wurde als Methode nie klinisch getestet, daher lässt sich nicht behaupten, dass es besser wirkt als eine gewöhnliche Routine. Wer aktiv etwas für seine Haut tun möchte, ist mit einer Feuchtigkeitscreme mit Ceramiden oder Harnstoff wissenschaftlich solider aufgestellt als mit dem Schema drumherum.
Skin Cycling wurde in keiner einzigen verfügbaren Studie untersucht. Es gibt keine Untersuchung, die den abwechselnden Einsatz aktiver Wirkstoffe mit Erholungstagen mit einem anderen Ansatz vergleicht. Was Skin Cycling verspricht, klingt plausibel, aber ob es tatsächlich besser wirkt als eine konsequente tägliche Pflegeroutine, ist derzeit nicht bekannt.
Zu den einzelnen Bausteinen gibt es immerhin einige Studien. Feuchtigkeitscremes mit Harnstoff oder Ceramiden können die Hautbarriere messbar stärken und den Feuchtigkeitsverlust senken. Das gilt allerdings nicht für jedes Produkt: Manche Formulierungen mit bestimmten Emulgatoren können die Barriere sogar schwächen. Welche Creme du wählst, macht also wirklich einen Unterschied.
Botulinumtoxin Typ A, bekannt als Botox, steht auf einem völlig anderen Blatt: Es ist ein medizinischer Eingriff, keine Hautpflegeroutine. Aus 65 randomisierten Studien mit knapp 15.000 Teilnehmenden geht hervor, dass Botox Falten nachweislich innerhalb von vier Wochen reduziert. Risiken wie hängende Augenlider sind dabei möglich, und Botox fällt ohnehin nicht unter das, was die meisten Menschen mit Skin Cycling meinen.
Für die eigentliche Skin-Cycling-Frage lautet die Antwort daher: unbekannt. Die Popularität in sozialen Medien sagt nichts über die Wirksamkeit aus. Wer in seine Haut investieren möchte, ist mit einer Creme auf Ceramid- oder Harnstoffbasis wissenschaftlich besser aufgestellt als mit dem spezifischen Schema des Skin Cyclings.