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Hilft Zink gegen Akne und für eine gesündere Haut?

Ja · Moderate Evidenz

Zink reduziert entzündete Pickel nachweislich, wirkt aber schwächer als Benzoylperoxid oder Antibiotika. Es ist am sinnvollsten, wenn Standardbehandlungen nicht vertragen werden oder als Ergänzung dazu, immer in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Ja, Zink hilft bei Akne. Menschen mit Akne haben im Durchschnitt niedrigere Zinkspiegel als Menschen ohne Akne, wobei offen bleibt, ob das Ursache oder Folge ist. Mehrere Studien, darunter eine Metaanalyse, zeigen, dass Zink die Zahl entzündeter Pickel nachweislich reduziert, sowohl als Kapsel oder Tablette als auch als Creme oder Gel auf der Haut.

Wenn du orales Zink gegen Akne ausprobieren möchtest, wähle ein Präparat mit Zinksulfat, Zinkgluconat oder Zinkacetat. Auf dem Etikett steht „Zinc" oder „Zink" mit der Milligrammangabe an elementarem Zink pro Tablette: Diese Zahl ist entscheidend, nicht das Gesamtgewicht der Verbindung. In Studien nahmen Menschen mit Akne täglich 30 bis 90 mg elementares Zink ein, mindestens 8 Wochen lang, vorzugsweise 3 Monate oder länger. Der Einnahmezeitpunkt spielte in den Studien keine Rolle. Die Zinkform (Sulfat, Gluconat, Oxid) macht für diesen Zweck kaum einen Unterschied. Was dagegen eine Rolle spielt: Magenprobleme wie Übelkeit sind bei oralem Zink ein reales Risiko. Zinkcreme oder -gel verursacht diese Beschwerden nicht, doch die Evidenz für die Wirksamkeit solcher äußerlichen Produkte ist gering. Besprich Wahl und Menge mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Zink wirkt schwächer als die Standardmittel Benzoylperoxid und Antibiotika. Am sinnvollsten ist es, wenn du diese Mittel nicht verträgst oder als Ergänzung zu einer bestehenden Behandlung. Für Akne in der Schwangerschaft ist Zink zu wenig untersucht, um eine Dosierung oder Dauer empfehlen zu können; sprich das unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.

Beachte die Obergrenze: Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA setzt sie auf 25 mg elementares Zink pro Tag ohne ärztliche Aufsicht. Die in Akne-Studien eingesetzten Dosen liegen darüber; verwende solche Mengen also nur in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. Langfristig hohe Zinkdosen können deinen Kupferspiegel gefährlich senken, mit Blutarmut oder Nervenschäden als möglicher Folge. Für andere Zwecke wie Haarausfall, Knochengesundheit oder Immunabwehr ist die Evidenzlage zu schwach, um Zink zu empfehlen.

Die Belege
8 Studien · 2 Meta-Analysen

Basierend auf mehreren Metaanalysen und Reviews (PMID 32860489, 29193602, 37878272, 32356369), einem Cochrane-Review (PMID 32356369), einem Übersichtsartikel zum dermatologischen Zinkeinsatz (PMID 35437093), einer Leitlinie zu Akne in der Schwangerschaft (PMID 38453786) sowie einer kleinen klinischen Studie mit einer experimentellen Zinkformulierung (PMID 40254135). Die vergleichende Evidenz gegenüber Standardmitteln ist von geringer bis sehr geringer Qualität.

Zuletzt geprüft: Oktober 2026 · wie das beurteilt wurde
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Ja · Moderate Evidenz
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