Helfen AHA oder BHA wirklich gegen Falten und Unreinheiten?
Sowohl AHA (Glykolsäure) als auch BHA (Salicylsäure) wirken nachweislich gegen Akne, Unreinheiten und in geringerem Ausmaß gegen Falten, wobei der Effekt individuell variiert. Bei Akne ist Salicylsäure am besten belegt, besonders bei dunkleren Hauttönen.
Glykolsäure (eine AHA) und Salicylsäure (eine BHA) wirken tatsächlich gegen Falten und Unreinheiten, allerdings unterschiedlich stark. Bei Falten und feinen Linien zeigte eine kontrollierte Studie mit 44 Frauen, dass Glykolsäure-Peels nach 12 Wochen mit zweiwöchentlichen Behandlungen bei 30 % der Teilnehmerinnen sichtbar halfen. Eine mit BHA verwandte Säure (Capryloyl-Salicylsäure) schnitt etwas besser ab (41 %), doch der Unterschied war statistisch nicht bedeutsam.
Bei Akne und Unreinheiten ist die Datenlage klarer. Eine Vergleichsstudie mit 44 Aknepatientinnen und -patienten zeigte, dass ein Kombinations-Peel aus Salicylsäure und Mandelsäure sowohl aktive Pickel als auch dunkle Flecken nach Entzündungen stärker reduzierte als ein Glykolsäure-Peel, bei gleichzeitig weniger Nebenwirkungen. Besonders Menschen mit dunkleren Hauttönen profitierten schneller und stärker, mit geringerem Risiko für Komplikationen. Wer ein tägliches Serum bevorzugt: In einer Anwenderstudie meldeten mehr als 90 % von 66 Betroffenen nach zwei Wochen mit einem Kombinationsserum aus beiden Säuren eine Verbesserung. Diese Studie hatte allerdings keine Vergleichsgruppe und beruhte auf Selbsteinschätzung.
Eine kleine Studie mit 30 Frauen testete eine Mischung aus AHA, BHA und PHA (einer milderen verwandten Säure) dreimal wöchentlich über 4 Wochen. Falten, Poren, Hautton und Textur verbesserten sich messbar, auch bei Teilnehmerinnen mit empfindlicher Haut und ohne Reizungen. PHAs wie Gluconolacton erzielen vergleichbare hautverbessernde Effekte wie AHAs, stärken zudem die Hautbarriere und sind für empfindliche Haut geeignet. Wegen der kleinen Gruppe und der kurzen Laufzeit sind diese Ergebnisse vorläufig.
Nebenwirkungen von AHA- und BHA-Peels sind generell mild: Kribbeln, vorübergehende Rötungen und leichte Reizungen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten. Bei höheren Konzentrationen, also professionellen Peels, ist fachkundige Begleitung sinnvoll, besonders bei empfindlicher Haut oder dunkleren Hauttönen.
Die Evidenz basiert auf mehreren kontrollierten Studien und Reviews, darunter eine RCT. Metaanalysen liegen nicht vor. Die Studienpopulationen sind relativ klein (30 bis 66 Teilnehmende). Einige Studien haben keine Kontrollgruppe oder stützen sich auf Selbstauskunft.