Wie viele Lebensjahre kostet mich das Rauchen – und lohnt sich ein Aufhören überhaupt noch?
Rauchen verkürzt die Lebenserwartung auf Bevölkerungsebene nachweislich, doch eine genaue persönliche Zahl lässt sich auf Basis dieser Studie nicht angeben. Aufhören hilft immer, in jedem Alter: Je früher, desto größer der Gewinn.
Rauchen gehört weltweit zu den größten vermeidbaren Ursachen frühzeitiger Sterblichkeit. Die GBD-2021-Prognosen, eine umfangreiche internationale Krankheitslaststudie, zeigen, dass die durch Rauchen verlorenen Lebensjahre bis 2050 auf globaler Ebene erschreckend hoch bleiben werden, sofern sich an der aktuellen Politik nichts ändert. Einen exakten Jahresverlust pro individuellem Raucher liefern diese Studien zwar nicht, doch auf Bevölkerungsebene belegen sie eindeutig: Der Schaden ist enorm und verschwindet nicht von selbst.
Die untersuchten Szenarioanalysen stellen eine gleichbleibende Rauchprävalenz einer deutlich schneller sinkenden gegenüber. Geht die Zahl der Rauchenden rascher zurück, sinken die verlorenen Lebensjahre messbar, und die Lebenserwartung auf Bevölkerungsebene steigt. Entscheidend dabei: Dieser Effekt zeigt sich auch dann, wenn Menschen erst in einem höheren Alter mit dem Rauchen aufhören. Jeder Zeitpunkt des Aufhörens hat einen nachweisbaren positiven Effekt.
Aufhören lohnt sich also in jedem Fall, egal wie lange jemand bereits geraucht hat oder in welchem Lebensalter er damit aufhört. Wie groß der persönliche Gewinn ausfällt, hängt vom Alter beim Aufhören, der Dauer und Intensität der Rauchgeschichte sowie weiteren Gesundheitsfaktoren ab. Die Richtung jedoch ist eindeutig und konsistent: Weniger oder gar nicht zu rauchen verursacht immer weniger Schaden als weiterzumachen.
Ein wichtiger Vorbehalt: Die vorliegenden Daten stammen aus Szenariomodellen auf Bevölkerungsebene, nicht aus randomisierten Studien an Einzelpersonen. Eine konkrete Zahl wie 'X verlorene Jahre pro Raucher' lässt sich auf Basis dieser Quelle daher nicht nennen. Die kausale Richtung, also dass Rauchen frühzeitigen Tod verursacht, gilt als wahrscheinlich kausal, doch die genaue Größenordnung variiert von Person zu Person erheblich.
Alle Aussagen stützen sich auf eine einzige Quelle (PMID 39366382, GBD-2021-basierte Szenarioanalyse). Individuell randomisierte Studien oder Metaanalysen liegen den genannten Aussagen nicht zugrunde. Exakte YLL-Werte pro Raucher fehlen.