Darf man beim Intervallfasten Kaffee trinken?
Schwarzer Kaffee ist beim Intervallfasten uneingeschränkt erlaubt und bei moderatem Konsum nachweislich nicht herzschädigend. Wer großzügig Milch oder Zucker hinzufügt, nimmt Kalorien zu sich und bricht damit das Fastenfenster.
Kaffee lässt sich problemlos mit Intervallfasten vereinbaren. Ein verbreitetes Ernährungskonzept, das zeitlich begrenztes Essen mit mediterraner Kost kombiniert, nennt Wasser, Kaffee und Tee ausdrücklich als geeignete Getränke im Fastenfenster.
Moderater Kaffeekonsum von etwa drei bis fünf Tassen täglich schadet der Gesundheit nicht. Mehrere Studien verknüpfen diese Menge sogar mit einem geringeren Risiko für Herzprobleme und Schlaganfall im Vergleich zu keinem Kaffeekonsum. Kaffee enthält Antioxidantien und wirkt leicht entzündungshemmend.
Schwarzer Kaffee ist kalorienfrei. Wer Milch, Sahne oder Zucker hinzufügt, fastet im strengen Sinne nicht mehr, weil diese Zusätze die Verdauung ankurbeln und die Insulinausschüttung anregen. Ob das die Vorteile des Intervallfastens zunichtemacht, hängt von der Menge ab. Als Faustregel gilt: Schwarzer Kaffee passt ins Fastenfenster, kalorienreicher Kaffee nicht.
Intervallfasten ist nicht für jeden geeignet. Wenn du schwanger bist, stillst, noch im Wachstum bist oder Insulin beziehungsweise andere Diabetesmedikamente nimmst, können Fastenprotokolle Risiken mit sich bringen. Sprich in diesen Fällen zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Die Aussagen basieren auf drei PMIDs (40504596, 37712135, 32943166) und sind observationeller und assoziativer Natur. Ob Kaffee die Fasteneffekte des Intervallfastens beeinträchtigt, wird in den verfügbaren Studien nicht direkt untersucht. Die Empfehlung, Kaffee im Fastenfenster zuzulassen, stammt aus einer einzigen Quelle (PMID 32943166).