Ist Magnesium-L-Threonat besser für dein Gehirn?
Für MgT gibt es vorläufige Hinweise, dass es den Magnesiumspiegel im Gehirn effektiver anhebt und die Kognition unterstützen kann. Die Evidenz beim Menschen ist jedoch noch zu begrenzt für klare Empfehlungen. Wer einen Selbstversuch in Betracht zieht: Die bisherigen Ergebnisse am Menschen sind vorsichtig positiv, vor allem bei älteren Erwachsenen mit kognitiven Beschwerden.
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Magnesium-L-Threonat (MgT) hebt sich von gewöhnlichen Magnesium-Nahrungsergänzungsmitteln ab, weil es den Magnesiumspiegel im Gehirn offenbar effektiver anhebt. Andere Magnesiumformen passieren die Blut-Hirn-Schranke kaum; MgT schafft das deutlich besser, was biologisch plausibel erklärt, warum es gezielt auf Hirnfunktionen wirken könnte.
Klinische Studien am Menschen gibt es, aber sie sind begrenzt. Eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 44 älteren Erwachsenen (50 bis 70 Jahre) mit kognitiven Beschwerden zeigte nach 12 Wochen eine statistisch signifikante Verbesserung des kognitiven Funktionierens gegenüber Placebo. Die Studie war klein, und Effekte auf Schlaf und Angst ließen sich nicht vom Placebo unterscheiden. Eine zweite Studie (109 gesunde chinesische Erwachsene) beobachtete nach 30 Tagen verbesserte Gedächtniswerte, doch das eingesetzte Nahrungsergänzungsmittel enthielt neben MgT auch Phosphatidylserin, Vitamin C und Vitamin D. Der Effekt lässt sich deshalb nicht eindeutig MgT allein zuschreiben.
In mehreren Tierstudien an Mäusen reduzierte MgT die Ansammlung schädlicher Proteinablagerungen, wie sie bei Alzheimer auftreten, verhinderte den Verlust von Verbindungen zwischen Gehirnzellen und verbesserte die Gedächtnisleistung. Das galt selbst bei weit fortgeschrittenen Alzheimer-ähnlichen Veränderungen. Ein 2013 veröffentlichter Artikel zu vergleichbaren Mausstudien wurde wegen Unzuverlässigkeit zurückgezogen1 und bleibt daher unberücksichtigt. Die übrigen Tierstudien sind weiterhin gültig, doch die Übertragbarkeit auf den Menschen bleibt unsicher.
Magnesiummangel ist mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angststörungen und kognitiven Abbau assoziiert. Ob eine gezielte Supplementierung diese Risiken tatsächlich senkt, ist bislang nicht abschließend belegt. MgT ist mechanistisch gesehen gut für Hirneffekte positioniert, doch groß angelegte unabhängige Humanstudien fehlen noch.
Die Quellen umfassen zwei kleine randomisierte kontrollierte Studien am Menschen (n=44 und n=109), mehrere Tierstudien an Mäusen sowie einen zurückgezogenen Artikel (PMID 23658180), der nicht berücksichtigt wurde. Metaanalysen sind nicht verfügbar.