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Lässt die Menopause deine Haut schneller altern?

Die Menopause beschleunigt den Verlust von Kollagen, Feuchtigkeit und Hautdicke spürbar. Pigmentflecken und Hautkrebs hingegen sind mit großer Wahrscheinlichkeit eine Folge von Sonneneinstrahlung. Wenn dich Hautprobleme rund um die Menopause belasten, besprich mit deinem Arzt, ob eine Hormonersatztherapie für dich als Gesamtpaket sinnvoll ist.

Mit der Menopause produziert die Haut weniger Kollagen und wird dünner. Östrogen regt normalerweise die Zellteilung in der untersten Hautschicht sowie die Bildung dieses Strukturproteins an. Fällt dieser Reiz weg, nimmt die Hautdicke ab und die Haut verliert ihre Festigkeit. Mehrere Studien haben diesen Zusammenhang beschrieben und bewerten ihn als wahrscheinlich ursächlich.

Gleichzeitig trocknet die Haut schneller aus, die Elastizität nimmt ab und es bilden sich mehr Falten. Diese Veränderungen tauchen in der Fachliteratur nach der Menopause regelmäßig auf. Diffuse Pigmentflecken, Hautvorstufen und Hautkrebs hingegen gehen mit großer Wahrscheinlichkeit auf jahrelange Sonneneinstrahlung zurück, nicht auf die Menopause selbst. Beide Effekte überlagern sich im Alltag, haben aber grundverschiedene Ursachen.

Die Menopause beeinflusst auch Haare und Talgdrüsen. Durch den Rückgang von Progesteron gewinnen männliche Hormone (Androgene) relativ mehr Einfluss auf die Haarfollikel. Das kann das Kopfhaar ausdünnen, während gleichzeitig unerwünschter Haarwuchs im Gesicht zunimmt. Auch die Wundheilung scheint bei Frauen nach der Menopause langsamer abzulaufen; dazu gibt es bisher nur kleinere Untersuchungen.

Eine Hormonersatztherapie verbessert in mehreren Studien den Kollagengehalt, die Hautdicke, die Elastizität und die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern. Die Ergebnisse sind allerdings nicht durchgehend einheitlich, und große unabhängige klinische Studien mit Hautbefunden als Hauptziel fehlen bislang. Hinzu kommt, dass die Hormonersatztherapie bekannte gesundheitliche Risiken mit sich bringt, darunter ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Probleme. Sie allein wegen der Haut einzusetzen ist daher nicht empfehlenswert. Sprich mit deinem Arzt darüber, ob die Gesamtabwägung für dich positiv ausfällt.

Die Belege
6 Studien

Vier PMIDs stützen die Aussagen zu Kollagen- und Hautveränderungen (35377827, 40847905, 17194967, 17540135); dieselben vier PMIDs belegen auch die Evidenz zur HRT. Die Aussage zu Pigmentflecken und Hautkrebs beruht auf einer einzelnen PMID (35377827). Studien zu Stress (15574496) beziehen sich auf prämenopausale Frauen und sind nicht spezifisch für Hautalterung; sie werden daher gesondert aufgeführt. Die Evidenz stammt überwiegend aus Untersuchungen und Übersichtsarbeiten.

Zuletzt geprüft: September 2026 · wie das beurteilt wurde
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Moderate Evidenz
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