Macht kaltes Duschen die Haut wirklich straffer?
Kaltes Duschen macht die Haut nicht straffer; häufiges Duschen kann die Hautbarriere schädigen und trockene Haut verursachen, unabhängig von der Wassertemperatur.
Kaltes Duschen macht die Haut nicht straffer. Die beiden vorliegenden Studien zeichnen ein anderes Bild: Häufiges Duschen kann die Fettschicht und die feuchtigkeitsbindenden Substanzen der äußeren Hautschicht angreifen. Das Ergebnis ist eher trockene, schuppige Haut als ein festeres oder strafferes Hautbild.
Kalte Temperaturen werden in derselben Untersuchung ebenfalls als Faktor für trockene Haut genannt. Die Kombination aus kalter Luft und regelmäßigem Duschen kann die Hautbarriere zusätzlich schwächen. Ein konkreter Mechanismus, durch den kaltes Duschen die Haut straffen würde, taucht in keiner der verfügbaren Studien auf.
Die einzige Quelle in dieser Übersicht, die überhaupt von 'strafferer Haut' spricht, bezieht sich auf eine ernsthafte Erkrankung, bei der der Körper übermäßig viel Bindegewebe bildet. Das ist eine völlig andere Situation und lässt sich nicht im Geringsten mit dem vergleichen, was gemeint ist, wenn jemand sagt, eine kalte Dusche ziehe die Haut straff.
Unterm Strich: Die Vorstellung, kaltes Duschen mache die Haut dauerhaft straffer, findet in der vorliegenden Forschung keine Grundlage. Wer seine Haut schützen möchte, fährt besser damit, nicht zu häufig und nicht zu lange zu duschen, unabhängig von der Wassertemperatur.
Zwei Beobachtungsquellen zu trockener Haut infolge von Duschen und Kälteeinwirkung; ein Fallbericht über Hautstraffung als Krankheitsbild. Keine RCTs, keine mechanistischen Hautstudien speziell zu kaltem Duschen.