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Schützt die MIND-Diät vor Demenz und kognitivem Abbau?

Moderate Evidenz

Große Beobachtungsstudien verknüpfen die MIND-Diät mit einem geringeren Demenzrisiko, doch die einzige große kontrollierte Studie fand keinen messbaren Vorteil. Die Diät gilt als sicher und entspricht den allgemeinen Ernährungsempfehlungen.

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Die MIND-Diät verbindet Elemente der mediterranen Ernährung und der DASH-Diät. Im Mittelpunkt stehen grünes Blattgemüse, Beeren, Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch, Geflügel und Olivenöl. Rotes Fleisch, Butter, Käse, Backwaren und Frittiertes sollen dagegen so selten wie möglich auf den Teller kommen.

Untersuchungen zeichnen ein positives Bild. Eine Studie mit älteren Erwachsenen (mittlere Nachbeobachtungszeit 4,7 Jahre) zeigte, dass diejenigen, die die Diät am konsequentesten befolgten, deutlich weniger kognitiv abbauten. Der Unterschied entsprach einem Gehirn, das 7,5 Jahre jünger wirkte. Eine Auswertung von 11 Studien ergab, dass ein höherer MIND-Diät-Score mit einem um 17 % geringeren Demenzrisiko einherging1,2. Da es sich um Beobachtungsdaten handelt, lässt sich nicht ausschließen, dass Menschen, die sich so ernähren, auch in anderen Bereichen gesünder leben und das den Vorteil zumindest teilweise erklärt.

Die bislang einzige große kontrollierte Studie fand keinen Effekt. Darin ernährten sich ältere Erwachsene mit familiärem Demenzrisiko drei Jahre lang entweder nach der MIND-Diät oder nach einer vergleichbaren kalorienreduzierten Ernährung ohne MIND-Vorgaben. Die Unterschiede in den kognitiven Testergebnissen waren minimal und klinisch nicht bedeutsam. Auch Hirnscans zeigten keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen3. Die Kontrollgruppe aß bereits vor Studienbeginn relativ gesund, was einen Nachweis von Unterschieden von vornherein erschwerte.

Übersichtsarbeiten kommen zu dem Schluss, dass die MIND-Diät, ähnlich wie die mediterrane und die DASH-Diät, mit einem geringeren Alzheimer- und Demenzrisiko sowie mit weniger kognitivem Abbau zusammenhängt4,5,6. Einige dieser Arbeiten deuten an, dass die MIND-Diät gegenüber den beiden Ausgangsdiäten leichte Vorteile haben könnte, doch in einer kontrollierten Studie wurde das bisher nicht bestätigt.

Untersuchungen zeigen konsistent in eine günstige Richtung, aber die einzige große kontrollierte Studie bestätigt das nicht. Ob die Diät selbst schützt oder ob gesündere Gewohnheiten insgesamt den Unterschied machen, lässt sich derzeit nicht sagen. Das Risiko, es auszuprobieren, ist gering: Die MIND-Diät fügt sich problemlos in allgemeine Empfehlungen für eine gesunde Ernährung ein.

Die Belege
6 Studien · 1 Meta-Analyse · 1 randomisierte Studie · ≈ 225.613 Teilnehmer

Vier Quellen ausgewertet: eine große kontrollierte Studie (PMID 37466280, 3 Jahre), eine originale Studie bei älteren Menschen (PMID 26086182), eine Auswertung von 11 Studien mit über 224.049 Menschen (PMID 37133875) sowie drei Übersichtsarbeiten (PMID 36364826, 33882663, 37050953). Die kontrollierte Studie zeigte keinen Effekt; die übrigen Untersuchungen liefern konsistente, aber keine kausalen Befunde.

Zuletzt geprüft: September 2026 · wie das beurteilt wurde
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