Was verursacht Altersflecken, und lassen sie sich verhindern?
Jahrelange Sonnenexposition ist die klar belegte Hauptursache von Altersflecken. Konsequenter Sonnenschutz ist die sinnvollste Vorbeugung; bei bestehenden Flecken erzielt ein pigmentgezielter Laser die besten Ergebnisse.
Altersflecken entstehen durch jahrelange Sonneneinstrahlung. Sie tauchen meist ab dem dreißigsten Lebensjahr an besonders sonnenbelasteten Stellen auf: Handrücken, Unterarme und Gesicht. Je mehr Sonnenstunden sich über die Jahre angesammelt haben, desto größer ist das Risiko.
In der Haut spielt eine gestörte Pigmentverteilung die entscheidende Rolle. Der braune Farbstoff Melanin wird von spezialisierten Pigmentzellen gebildet. Mit zunehmendem Alter sinkt zwar deren Zahl, doch die verbliebenen Zellen arbeiten auf Hochtouren und verteilen das Pigment ungleichmäßig. Gleichzeitig erneuern sich Hautzellen langsamer, sodass sich Pigment in den tieferen Schichten ansammelt. Das Pigmentsystem ist dabei nicht grundsätzlich überaktiv, sondern vor allem der zelluläre Nachschub gerät aus dem Gleichgewicht.1,2,3
Auch eine schwelende Entzündung ist beteiligt. UV-Strahlung und Zellalterung erhöhen gemeinsam einen Entzündungsrezeptor in Hautzellen, der die Pigmentzellen zu verstärkter Melanineinlagerung anregt. In Zellkulturversuchen zeigte sich zudem, dass ein Protein, das Zellen normalerweise im Gleichgewicht hält, in Altersflecken weniger vorhanden ist, wodurch mehr pigmentstimulierende Botenstoffe freigesetzt werden. Dazu gibt es bisher nur Labordaten, keine Humanstudien.4,5
Vorbeugung beginnt mit Sonnenschutz. Da Sonneneinstrahlung die unmittelbare Ursache ist, bleibt konsequentes Eincremen der naheliegendste Schritt. Große Präventionsstudien fehlen zwar, doch die Logik dahinter ist überzeugend. Bei bestehenden Flecken gelten Kurzpulslaser, die gezielt auf Pigment ansprechen, als am besten belegte Behandlungsoption. Sie zeigen deutliche Verbesserungen bei wenigen Nebenwirkungen, wenngleich die Datenbasis aus Fallberichten und Literaturauswertungen besteht und nicht aus großen kontrollierten Studien.6,7
Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Extrakte sind noch nicht reif für eine Empfehlung. In einer kleinen Studie reduzierte täglich eingenommenes Blutorangen-Extrakt (100 mg über 15 Tage) den Melaninzuwachs nach UV-Bestrahlung deutlich, doch das ist ein einzelner vorläufiger Befund. Ein Extrakt aus einer Rosenart regte in Zellkulturversuchen ein schützendes Protein an, bleibt aber reine Laborforschung.8
Basiert auf 9 Aussagen aus Studien mit den PMIDs 27621222, 16859612, 2186781, 37522429, 41303453, 27693716, 28911859, 24910279. Die Rolle von UV-Strahlung und Melaninbildung ist mechanistisch gut belegt. Die feineren Zellprozesse wurden in Zellkultur- und Laborexperimenten nachgewiesen. Laserbehandlungen stützen sich auf Fallberichte und Literaturübersichten. Blutorangen-Extrakt beruht auf einer einzigen kleinen Humanstudie. Große randomisierte Studien fehlen sowohl für die Prävention als auch für die meisten Behandlungsansätze.