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Forschung · Herz & Gefäße

Kardiovaskuläres Risiko verdoppelt sich in der Perimenopause

Redaktion LongevityWatch · 28. Mai 2026 · 1 min · English

Frauen in der Perimenopause haben ein doppelt so hohes Risiko für eine schlechte Herzgesundheit wie Frauen, die den Übergang noch nicht begonnen haben. Das ist kein postmenopausales Problem – es beginnt mittendrin.

Die Menopause findet breite Beachtung, doch die Phase davor – die Perimenopause – wird häufig übersehen. In dieser Zeit schwanken die Hormonspiegel stark, die Menstruationszyklen werden unregelmäßig, und der Körper passt sich dem sinkenden Östrogenspiegel an. Diese Anpassung betrifft weit mehr als nur die Fortpflanzung.

Die Studie ergab, dass Frauen in der Perimenopause bei kardiovaskulären Gesundheitsmaßen deutlich schlechter abschnitten als prämenopausale Frauen vergleichbaren Alters. Das erhöhte Risiko wurde altersbereinigt berechnet – der Übergang selbst ist also der entscheidende Faktor, nicht allein das Älterwerden.

Östrogen schützt die Blutgefäße

Östrogen hat eine schützende Wirkung auf das Gefäßsystem. Es hält die Gefäßwände elastisch, reguliert den Blutdruck und dämpft Entzündungsprozesse. Mit sinkendem Östrogenspiegel verschwinden diese Schutzeffekte schrittweise. Die Perimenopause ist damit ein kritisches Zeitfenster für die Herzgesundheit – keine Phase, die man einfach aussitzt.

Frauen mit entsprechenden Beschwerden warten oft jahrelang, bevor kardiovaskuläre Risikofaktoren in ihre medizinische Versorgung einfließen. Dabei setzen die biologischen Veränderungen früher ein, als die meisten Kliniker annehmen.

Frühzeitige Überwachung als Strategie

Die Forschenden fordern eine frühere und systematischere Erfassung der Herzgesundheit bei Frauen, die in den menopausalen Übergang eintreten. Blutdruck, Cholesterin und Entzündungsmarker sollten feste Bestandteile der perimenopausalen Versorgung sein.

Das setzt auch ein Umdenken bei Hausärzten und Fachärzten voraus. Der Übergang wird noch immer zu häufig als rein reproduktives Thema betrachtet. Die neuen Daten zeigen, dass er ebenso ein kardiovaskuläres Thema ist – und dass die Uhr zu ticken beginnt, bevor die Menstruation dauerhaft ausbleibt.

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