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Long COVID schädigt die Dopamin-Neuronen im Gehirn

Redaktion LongevityWatch · 22. September 2026 · 1 min · English

Viele Menschen mit Long COVID kämpfen monatelang gegen extreme Erschöpfung, verlangsamte Bewegungen und Konzentrationsprobleme. Gehirnscans liefern nun einen Hinweis darauf, warum: Die Neuronen, die Dopamin produzieren, scheinen geschädigt zu sein – dasselbe System, das beim Morbus Parkinson schrittweise zerfällt.

Dopamin ist ein Botenstoff im Gehirn, der an Motivation, Bewegung und Gedächtnis beteiligt ist. Wenn die Zellen, die Dopamin produzieren (dopaminerge Neuronen), schlechter funktionieren, kann das Bild entstehen, das Parkinson-Patientinnen und -Patienten kennen: verlangsamte Bewegungen, fehlende Antriebskraft und Gedächtnisschwierigkeiten. Forschende haben bei Menschen mit Long COVID Gehirnscans durchgeführt und dabei Hinweise auf Störungen in diesem System gefunden.

Verbindung zu bekannten Hirnpathways

Die Forschenden stellten fest, dass das Dopaminsystem bei Long-COVID-Betroffenen anders arbeitete als bei gesunden Personen. Der Befund knüpft an frühere Arbeiten an, die darauf hindeuten, dass Infektionen das Gehirn-Aging beschleunigen können. Ob die Schäden dauerhaft sind oder sich mit der Zeit zurückbilden, ist noch offen. Die Größe der untersuchten Gruppe geht aus der vorliegenden Zusammenfassung nicht hervor, und die Ergebnisse wurden bislang nicht in größeren Studien repliziert.

Für die Longevity-Forschung ist das ein relevantes Signal: Wenn Infektionen das Dopaminsystem schädigen können, wirft das Fragen nach den langfristigen Folgen viraler Erkrankungen für die Gehirngesundheit im späteren Leben auf. Frühere Arbeiten hatten bereits angedeutet, dass bestimmte Infektionen das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson erhöhen könnten. Der scan-basierte Befund fügt sich in dieses Bild – ist aber mit Vorsicht zu bewerten.

Mögliche Behandlungsansätze

Sollten dopaminerge Neuronen tatsächlich im Zentrum der Long-COVID-Symptome stehen, eröffnet das potenzielle Behandlungsansätze, die für andere Erkrankungen dieses Systems bereits existieren. Es handelt sich dabei nicht um bewährte Therapien gegen Long COVID, sondern um eine Richtung, die nun weiter erforscht werden kann. Größere, kontrollierte Studien sind nötig, um den Befund zu bestätigen und herauszufinden, welche Patientengruppen am ehesten profitieren könnten.

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Suchbegriffe zur Vertiefung: dopaminergic neurons viral damage, long COVID neuroinflammation, post-infectious neurodegeneration

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