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Sprachlernen im Gehirn von Babys mit erhöhtem Autismus-Risiko

Redaktion LongevityWatch · 22. September 2026 · 1 min · English

Babys, bei denen später Autismus diagnostiziert wird, zeigen häufig Verzögerungen beim Sprechenlernen. Doch wann genau beginnen diese Unterschiede im Gehirn? Eine neue Studie begleitete Babys über einen längeren Zeitraum und fand messbare Unterschiede in der Sprachverarbeitung innerhalb der ersten zwei Lebensjahre. Die Befunde sind für die Frühdiagnose bedeutsam – und erhellen darüber hinaus die Gehirnentwicklung grundlegend.

Forschende begleiteten 44 Babys von 2,5 bis 22,6 Monaten. Ein Teil von ihnen hatte ein erhöhtes Autismus-Risiko – weil ein älteres Geschwisterkind mit Autismus lebt –, der andere Teil nicht. Mithilfe von Hirnwellenmessungen (EEG) untersuchten sie zwei Mechanismen: wie gut das Gehirn den Rhythmus von Sprachlauten verfolgt (neuronales Entrainment) und ob Babys unbewusst Regelmäßigkeiten in der Sprache aufnehmen (statistisches Sprachlernen).

Weniger sensibel für den Rhythmus der Sprache

Die Studie, veröffentlicht in eLife, zeigt, dass Babys mit erhöhtem Autismus-Risiko den rhythmischen Aufbau von Silben schlechter verfolgen konnten. Diese Sensitivität für Sprachrhythmus war mit der Sprachkompetenz im Alter von zwanzig Monaten verknüpft. Dieselben Babys zeigten außerdem weniger Neugier gegenüber neuen Wörtern in einem Erkennungstest. Das statistische Sprachlernen selbst war dabei nicht beeinträchtigt. In der Gruppe mit geringerem Risiko hingegen störte das Hören mehrerer verschiedener Sprecher die Wortsegmentierung vorübergehend rund um den zwölften Monat – was in der Hochrisikogruppe ausblieb. Das deutet auf eine geringere Sensitivität gegenüber der Vielfalt menschlicher Stimmen in dieser Gruppe hin.

Von früher Hirnentwicklung bis zur alternden Gehirnfunktion

Was hat das mit dem Altern zu tun? Die früh im Leben angelegten Mechanismen des Gehirns bestimmen mit, wie widerstandsfähig es später ist. Unterschiede im neuronalen Entrainment und im statistischen Lernen im Säuglingsalter wurden mit kognitiver Anfälligkeit im späteren Leben in Verbindung gebracht. Zu verstehen, wie sich diese frühen Muster herausbilden, ist ein Baustein für die Forschung darüber, wie kognitivem Abbau mit dem Alter verlangsamt oder vorgebeugt werden kann.

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Suchbegriffe zur Vertiefung: neural entrainment speech development, statistical language processing early brain development, EEG longitudinal language acquisition

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