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Forschung · Alternsuhren

Alterungs-Biomarker im Mittelpunkt des Shanghaier Longevity-Forums

Redaktion LongevityWatch · 1. Oktober 2026 · 2 min · English

Wie lässt sich messen, ob eine Anti-Aging-Behandlung wirkt, ohne jahrzehntelang auf Ergebnisse warten zu müssen? Diese Frage stand im Zentrum eines bedeutenden internationalen Treffens der Alternsforschung.

Ende September 2025 kamen rund 2.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Kliniker und Forschende aus 16 Ländern in Shanghai zum TimePie Longevity Forum zusammen. Es war die sechste Ausgabe dieses Forums, das darauf abzielt, grundlegende Laborforschung und klinische Anwendungen miteinander zu verbinden.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr das Thema Alterungs-Biomarker: messbare Signale im Körper, die anzeigen, wie schnell jemand biologisch altert. Die beteiligten Forschenden und Referenten diskutierten, wie solche Biomarker eingesetzt werden können, um Interventionen am Menschen zu testen – ohne abzuwarten, bis sichtbare gesundheitliche Probleme auftreten. Das ist entscheidend, weil die meisten Altersstudien am Menschen zu langwierig sind, um rasch verwertbare Schlüsse zu ziehen.

Vom Labor in die klinische Anwendung

Eine der größten Hürden in diesem Forschungsfeld ist die Lücke zwischen dem, was in Zellkulturen oder Tiermodellen funktioniert, und dem, was beim Menschen messbare Effekte erzeugt. Alterungs-Biomarker – etwa biologische Uhren, also Methoden, die das biologische Alter anhand chemischer Veränderungen an der DNA schätzen – können helfen, diese Lücke zu schließen. Sie liefern schneller auswertbare Ergebnisse als klassische Endpunkte wie das Auftreten von Krankheiten oder der Tod.

Das Forum legte großen Wert auf die Validierung dieser Biomarker: Sind sie zuverlässig, reproduzierbar und sensitiv genug, um Veränderungen durch eine Intervention zu erfassen? Das sind keine trivialen Fragen. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass verschiedene Altersuhren nicht dasselbe messen und auf Interventionen uneinheitlich reagieren.

Biomarker als Brücke zur Therapie

Ein weiterer Schwerpunkt war der Einsatz von Biomarkern bei der Auswahl von Studienteilnehmenden für klinische Studien. Werden nur Personen eingeschlossen, deren Alterungs-Biomarker bereits eine Abweichung vom Normbereich zeigen, lassen sich Behandlungseffekte früher und präziser messen. Das macht die klinische Alternsforschung effizienter.

Der Konferenzbericht, veröffentlicht in Nature Aging, fasst die Diskussionen und Empfehlungen zusammen. Es handelt sich um einen Tagungsbericht, keine Primärstudie; die Empfehlungen beruhen auf einem Expertenkonsens, nicht auf neuen Daten. Dennoch zeichnen sie ein klares Bild davon, wohin sich das Feld entwickeln will.

Zum Originalartikel

Suchbegriffe für weitere Recherchen: aging biomarkers clinical research, biological clock validation intervention, geroscience translational research

Was sagt die Evidenz dazu?
Wie kann ich mein biologisches Alter messen?
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