Blutproteine sagen Sterblichkeitsrisiko bei älteren Erwachsenen voraus
Siebzehn Proteine im Blut sind mit einem höheren oder niedrigeren Sterberisiko bei älteren Erwachsenen verknüpft. Zwei davon korrelieren außerdem mit einem biologisch jüngeren Alter in mehreren Organen.
Forschende haben mehr als 4.000 Proteine in Blutproben von 1.025 älteren Erwachsenen untersucht und die Teilnehmenden im Schnitt etwas mehr als acht Jahre lang begleitet. Die Studie, erschienen in Geromedicine, nutzte die LonGenity-Kohorte und bestätigte ihre Ergebnisse unabhängig an 1.124 Teilnehmenden der Baltimore Longitudinal Study of Aging.
Welche Proteine auffielen
Höhere Blutspiegel des Proteins ERBB1 (ein Rezeptor auf Zelloberflächen) und von ANTXR2 waren mit einem geringeren Sterberisiko sowie mit einem biologisch jüngeren Organalter in mehreren Organsystemen assoziiert. ERBB1 war dabei spezifisch mit einem jüngeren biologischen Alter der Leber verknüpft.
Auf der anderen Seite gingen höhere Spiegel von GDF15, HE4 und IGFBP-2 mit erhöhter Sterblichkeit und einem biologisch älteren Organaller in mehreren Organen einher. GDF15, auch als MIC-1 bekannt, war mit einem höheren biologischen Alter auf der Ebene des Gesamtorganismus assoziiert.
Was das für die Altersforschung bedeutet
Das biologische Organaler wurde in dieser Studie mittels Proteomik bestimmt – einer Methode, die die Konzentration von Hunderten Proteinen gleichzeitig misst und mit Mustern vergleicht, die bei jüngeren Menschen beobachtet werden. Die Forschenden betonen, dass es sich um eine prospektive Kohortenstudie handelt: Sie identifiziert Zusammenhänge, keine Ursachen.
Ob eine Veränderung dieser Proteinspiegel das Sterberisiko senken würde, lässt sich allein aus dieser Untersuchung nicht ableiten.
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