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Forschung · Herz & Gefäße

Chronische Entzündung treibt die Entstehung arterieller Plaques voran

Redaktion LongevityWatch · 28. September 2026 · 1 min · English

Arteriosklerose ist nicht einfach ein Problem von Fett und Cholesterin. Entzündungsprozesse spielen eine ebenso zentrale Rolle. Neue Forschungsarbeiten untersuchen, wie diese Entzündung gezielt bekämpft werden kann – ohne das Immunsystem pauschal zu unterdrücken.

Arteriosklerose – die Ansammlung fettiger Plaques in den Arterienwänden – gehört zu den häufigsten Ursachen von Herzerkrankungen und Schlaganfall im höheren Lebensalter. Ein Plaque ist kein passives Depot, sondern ein aktiver Entzündungsherd. Die Forschenden beschreiben, wie chronische Entzündung, die mit dem Alter zunimmt, diesen Prozess beschleunigt.

Eine Schlüsselrolle spielen Makrophagen: Immunzellen, die versuchen, Cholesterin aus den Arterienwänden zu entfernen, indem sie es über HDL-Partikel zurück in den Blutkreislauf transportieren. Entzündungssignale locken Makrophagen in den Plaque, beeinträchtigen dabei aber gleichzeitig ihre Fähigkeit, Schäden zu reparieren. In der Folge sterben die Makrophagen häufiger ab und vergrößern so den wachsenden Plaque. Hinzu kommt, dass glatte Muskelzellen in der Arterienwand unter denselben Entzündungssignalen ihre Identität verändern und ein makrophagenähnliches Verhalten annehmen, das die Situation weiter verschlechtert.

Warum breit wirkende Entzündungshemmer nicht ausreichen

Eine pauschale Unterdrückung des Immunsystems ist bei der Arteriosklerose kein gangbarer Weg: Sie erhöht das Risiko für Infektionen und andere schwerwiegende Nebenwirkungen. Die Forschung konzentriert sich daher auf gezielte anti-entzündliche Ansätze, die ausschließlich den schädlichen Arm der Entzündungsreaktion innerhalb der Plaques adressieren und die schützenden Immunfunktionen unangetastet lassen. Mehrere Strategien werden untersucht, darunter Moleküle, die spezifische Entzündungswege in Makrophagen blockieren.

Alterung als Beschleuniger

Chronisch-schwelende Entzündung, auch als „Inflammaging" bezeichnet, ist ein charakteristisches Merkmal des Alterungsprozesses. Das Immunsystem wird im Laufe der Jahre mild, aber anhaltend aktiviert. Dies erschwert die effektive Funktion der Makrophagen und macht Arterienwände anfälliger für Plaque-Wachstum. Anti-entzündliche Therapien gegen Arteriosklerose greifen damit zugleich in einen grundlegenden Mechanismus des Alterns ein – was dieses Forschungsfeld auch aus der Perspektive der Longevity-Forschung relevant macht. Die besprochenen Strategien sind allerdings weitgehend experimenteller Natur, und die klinische Evidenzlage ist bislang begrenzt.

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  • inflammaging atherosclerosis
  • macrophage cholesterol efflux
  • targeted anti-inflammatory vascular disease
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