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Bringt Resveratrol in Hautcreme wirklich etwas?

Vorläufige Evidenz

Resveratrol in Hautcreme erreicht die Haut nachweislich und wirkt antioxidativ – ob es als alleiniger Wirkstoff sichtbare Effekte erzeugt, ist jedoch nicht belegt. Kombinationsprodukte zeigen vielversprechende Ergebnisse, aber wer eine Creme mit Resveratrol kauft, sollte wissen, dass die Datenlage für Resveratrol selbst schmal ist.

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Nach dem Auftragen dringt Resveratrol tatsächlich in das Stratum corneum ein – die äußerste Hornschicht der Haut – und in begrenztem Maß auch in die obere lebende Epidermis. Die höchste Konzentration findet sich knapp unterhalb der Oberfläche; zu den tieferen Schichten hin fällt sie rasch ab. Dass Resveratrol die Haut überhaupt erreicht, ist sowohl im Labor als auch am Menschen gut belegt.

In der Haut bleibt die antioxidative Wirkung von Resveratrol erhalten. In Tests übertraf es das Vitamin-E-Analogon Trolox beim Neutralisieren freier Radikale, selbst in tieferen Hautschichten.

Die klinischen Studien am Menschen zeigen vorsichtig positive Ergebnisse – mit einem entscheidenden Haken: Fast alle haben ein Kombinationsprodukt getestet. Eine 12-wöchige Studie maß nach der Anwendung einer Creme mit Resveratrol, Baicalin und Vitamin E eine durchschnittliche Verbesserung der Hautdicke um 18,9 % sowie weniger feine Linien und mehr Elastizität. Eine weitere Studie mit einer Kombicreme aus Resveratrol, Retinol und Niacinamid fand bei 25 Teilnehmern ähnliche Verbesserungen, hatte jedoch keine Kontrollgruppe. Welchen Anteil Resveratrol allein dazu beigetragen hat, lässt sich in keiner dieser Studien sagen.

Nach einer CO2-Laserbehandlung reduzierte ein Kombinationsserum mit Resveratrol Rötungen und Pigmentveränderungen schneller als eine Kochsalzlösung. Auch hier wurde kein reines Resveratrol getestet. Leichte Nebenwirkungen wie Schuppung und Rötung traten in einer Studie früh auf – vermutlich durch das enthaltene Retinol.

Laborforschung zu winzigen Transportkapseln, die Resveratrol tiefer in die Haut bringen sollen, sieht vielversprechend aus; dazu gibt es bisher jedoch nur Labordaten, keine Belege aus Studien am Menschen. Ein systematischer Überblick zu aktiven Kosmetikinhaltsstoffen nennt Resveratrol als potenziell nützlich bei lichtgeschädigter Haut, hebt aber Peptide als die Gruppe mit der stärksten Datenlage hervor.

Die Belege
8 Studien · 1 Meta-Analysen · ≈ 101 Teilnehmer

Alle Aussagen stützen sich auf kleine klinische Studien (n = 25–51), Laboruntersuchungen und einen systematischen Review. Keine einzige Studie hat Resveratrol als einzigen Wirkstoff in einer kontrollierten randomisierten klinischen Studie mit ausreichender Teilnehmerzahl geprüft. Der Großteil der Evidenz bezieht sich auf Kombinationsprodukte, weshalb der spezifische Beitrag von Resveratrol nicht isoliert werden kann.

Zuletzt geprüft: August 2026 · wie das beurteilt wurde
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