Gewöhnt sich deine Haut an Retinol, sodass es irgendwann weniger wirkt?
Deine Haut gewöhnt sich an die Nebenwirkungen von Retinol wie Schuppung und Rötungen – nicht aber an den Wirkstoff selbst; der Effekt auf Linien und Pigmentierung nimmt bei dauerhafter Anwendung nicht ab.
Deine Haut gewöhnt sich an die Nebenwirkungen von Retinol – nicht an die Wirkung selbst. In einer 10-wöchigen Studie mit Retinol 0,5 % traten bei den Teilnehmenden anfangs Schuppung und Rötungen auf. Gegen Ende der Studie waren diese Beschwerden weitgehend verschwunden, während der Wirkstoff nachweislich weiter arbeitete.
Dass die Wirksamkeit bei längerer Anwendung nicht nachlässt, bestätigen mehrere Studien – darunter eine Netzwerk-Metaanalyse (ein Verfahren, das 23 randomisierte kontrollierte Studien gleichzeitig auswertet). Retinol verbesserte bei fortgesetzter Anwendung feine Linien und ungleichmäßige Pigmentierung deutlich. Keine dieser Studien berichtete, dass der Effekt im Laufe der Zeit schwächer wurde.
Ein echtes Nachlassen der Wirkung durch Gewöhnung ist in der verfügbaren Fachliteratur schlicht nicht beschrieben. Langzeitsicherheit und Langzeitwirksamkeit werden durchweg positiv bewertet.
Retinol ist weniger stark als verschreibungspflichtige Wirkstoffe wie Tretinoin oder Tazaroten, die intensiver wirken, die Haut aber auch stärker reizen. Wer nach einer Weile das Gefühl hat, dass Retinol weniger tut, sollte deshalb eher Konzentration und Produktwahl hinterfragen – keine Gewöhnung ist dafür verantwortlich.
Basierend auf einer offenen Studie (10 Wochen, Retinol 0,5 %), einer Netzwerk-Metaanalyse von 23 randomisierten kontrollierten Studien sowie mehreren weiteren Studien zur Langzeitwirksamkeit und Verträglichkeit von Retinol.