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Helfen mesenchymale Stammzellen gegen Gebrechlichkeit im Alter?

Moderate Evidenz

Erste Studien am Menschen zeigen echte Verbesserungen bei Gehfähigkeit und körperlicher Funktion bei gebrechlichen älteren Menschen, ohne dass schwerwiegende Nebenwirkungen aufgetreten sind.

Die konkretesten Ergebnisse liefern zwei Studien am Menschen. In der ersten (148 Teilnehmer) legten diejenigen, die die höchste Dosis Laromestrocel erhielten, nach 9 Monaten im Gehtest durchschnittlich 63 Meter mehr zurück als die Placebo-Gruppe. Diesen Unterschied stufen Ärzte als klinisch bedeutsam ein. In der zweiten Studie (147 Teilnehmer, durchgeführt in Vietnam) wurden Stammzellen aus Nabelschnurblut eingesetzt. Nach 9 Monaten erzielten die Teilnehmer im Schnitt 1,1 Punkte mehr auf einem Test, der Gehgeschwindigkeit, Balance und das Aufstehen aus dem Stuhl misst. Beide Effekte waren nach 9 Monaten statistisch eindeutig.

Sicherheitsprobleme sind bislang nicht aufgetreten. Drei Studien am Menschen mit insgesamt rund 208 gebrechlichen älteren Menschen meldeten keine behandlungsbedingten schwerwiegenden Nebenwirkungen. Kopfschmerzen, Schwindel und ein leichtes Druckgefühl in der Brust traten vereinzelt auf und verschwanden von selbst.

Bei anderen Messgrößen wie Lebensqualität und Entzündungswerten im Blut zeigten mehrere Studien ein positives Signal. Wie groß und wie verlässlich dieser Effekt ist, schwankte jedoch zwischen den Studien zu stark, um daraus klare Schlüsse zu ziehen.

Die drei Studien unterschieden sich erheblich voneinander: Die Zellen stammten mal aus Knochenmark, mal aus Nabelschnurblut, die Dosierungen variierten und die Messzeitpunkte wichen voneinander ab. Deshalb lassen sich die Ergebnisse nicht zusammenrechnen, und eine abschließende Aussage zur Wirksamkeit ist noch nicht möglich. Größere Studien sind nötig. Was Labor- und Mechanismusuntersuchungen zusätzlich zeigen: Stammzellen scheinen weniger dadurch zu wirken, dass sie neues Gewebe bilden, sondern eher dadurch, dass sie Botenstoffe ausschütten. Altern und das Aufzuchtverfahren können diese Wirkung abschwächen, was die Frage aufwirft, wie die Therapie weiter verbessert werden muss.

Die Belege
5 Studien · 2 randomisierte Studien · ≈ 208 Teilnehmer

Diese Antwort stützt sich auf zwei Studien am Menschen bei gebrechlichen älteren Menschen sowie zwei zusammenfassende Analysen, die diese Studien auswerten. Die Gesamtpopulation umfasst rund 208 Teilnehmer. Die Forscher konnten die Ergebnisse nicht statistisch zusammenführen, weil sich die Studien in Zelltyp, Dosis und Messgröße zu stark unterschieden. Das macht die positiven Signale vielversprechend, aber noch nicht abschließend belastbar. Zur Langzeitsicherheit über 9 Monate hinaus liegen keine Daten vor. Eine fünfte Quelle beschreibt biologische Mechanismen, liefert aber keine klinischen Ergebnisse.

Zuletzt geprüft: November 2026 · wie das beurteilt wurde
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