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Lebst du länger, wenn du mediterran isst?

Ja · Starke Evidenz

Das mediterrane Ernährungsmuster hängt in großen Bevölkerungsstudien konsistent mit geringerer Sterblichkeit und weniger Herz- und Gefäßerkrankungen zusammen. Wer das Muster als Ganzes umsetzt, hat die stärkste Evidenzlage auf seiner Seite.

Eine große Auswertung mit über 514.000 Menschen zeigt: Wer das mediterrane Ernährungsmuster konsequent einhält, hat ein um 9% geringeres Sterberisiko – auch durch Herz- und Gefäßerkrankungen. Neun Prozent klingen nach wenig, gelten aber für die gesamte Bevölkerung.

Eine weitere große Studie mit Menschen, die ein erhöhtes Herzrisiko hatten, zeigte nach knapp fünf Jahren rund 30% weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle. Diese Studie war nicht darauf ausgelegt, die Gesamtsterblichkeit zu messen, und wurde vorzeitig beendet – belastbare Aussagen darüber, ob man dadurch insgesamt länger lebt, lassen sich daraus nicht ableiten.

Eine Auswertung über mehr als 12,8 Millionen Teilnehmende bestätigt, dass das mediterrane Ernährungsmuster mit weniger Krebserkrankungen (6% geringer) und weniger neurodegenerativen Veränderungen wie Alzheimer und Parkinson (13% geringer) zusammenhängt. Dabei handelt es sich um statistische Zusammenhänge, keine bewiesenen Ursache-Wirkungs-Beziehungen – das gilt für fast alle Ernährungsstudien mit Millionen Teilnehmenden.

Auffällig: Einzelne Bestandteile wie Olivenöl oder Fisch für sich allein hatten keinen messbaren Effekt. Es kommt auf das gesamte Ernährungsmuster an. Menschen, die mediterran essen, führen möglicherweise auch in anderer Hinsicht einen gesünderen Lebensstil – das Ernährungsmuster als alleinige Ursache ist plausibel, aber nicht mit letzter Sicherheit belegt.

Die Belege
6 Studien · 1 Meta-Analyse · 1 randomisierte Studie · ≈ 13.300.000 Teilnehmer

Basiert auf mehreren großen Auswertungen vieler Studien zusammen (bis zu 12,8 Millionen Teilnehmende), einer Studie am Menschen (PREDIMED) sowie übergreifenden Analysen. Der überwiegende Teil der Daten stammt aus Studien, die nur Zusammenhänge messen. PREDIMED liefert den stärksten Hinweis auf einen ursächlichen Zusammenhang, hat aber keine Gesamtsterblichkeit erfasst.

Zuletzt geprüft: September 2026 · wie das beurteilt wurde
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