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Schaden viele kohlensäurehaltige Getränke deinen Knochen?

Ja · Moderate Evidenz

Regelmäßig viele zuckerhaltige Softdrinks zu trinken hängt mit einer geringeren Knochendichte zusammen, besonders bei Frauen und in der Pubertät. Mäßiger Konsum scheint weniger schädlich zu sein, aber ersetze Softdrinks am besten durch Getränke, die den Knochenaufbau unterstützen.

Cola und andere zuckerhaltige Softdrinks hängen mit einer geringeren Knochendichte zusammen – das zeigt eine Analyse von 26 Studien mit mehr als 124.000 Erwachsenen. Der Zusammenhang ist bei Frauen unter 50 am stärksten: Dort ist die Effektgröße mehr als doppelt so hoch wie im Gesamtdurchschnitt. Es handelt sich um eine Assoziation, keinen bewiesenen Kausalzusammenhang, aber das Muster ist konsistent genug, um es ernst zu nehmen.

In der Pubertät dürfte der Effekt am bedeutsamsten sein. Eine Studie mit 12- und 15-Jährigen fand einen umgekehrten Zusammenhang – allerdings nur bei Mädchen, nicht bei Jungen. Ein Teil dieses Effekts erklärt sich dadurch, dass Softdrinks Milch oder andere knochenstärkende Getränke aus dem Speiseplan verdrängen. Dieser Verdrängungseffekt kann für sich genommen bereits schädlich sein, unabhängig davon, was im Softdrink selbst steckt.

Cola enthält Phosphorsäure, und eine zu hohe Phosphorzufuhr aus verarbeiteten Lebensmitteln kann den Hormonhaushalt rund um Phosphor, Kalzium und Vitamin D aus dem Gleichgewicht bringen. Dieses Ungleichgewicht fördert den Knochenabbau und hemmt den Knochenaufbau. Zwei Übersichtsarbeiten beschreiben diesen Mechanismus. Ob eine reduzierte Phosphorzufuhr tatsächlich Frakturen verhindert, ist bisher kaum untersucht worden.

Mäßiger Konsum scheint bei älteren Frauen weniger problematisch zu sein. Eine Studie mit Frauen zwischen 44 und 98 Jahren fand keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen moderatem Konsum kohlensäurehaltiger Getränke und der Knochendichte, sobald Alter, Kalziumzufuhr, Bewegungsverhalten, Rauchen, Alkohol und Hormoneinsatz berücksichtigt wurden. Der Schaden hängt also nicht allein von der Kohlensäure ab, sondern davon, was im Getränk steckt, wie viel du davon trinkst und was du dem Rest des Tages entgegensetzt.

Die Belege
6 Studien · 1 Meta-Analyse · ≈ 124.691 Teilnehmer

Diese Antwort stützt sich auf eine große Analyse von 26 Studien mit über 124.000 Teilnehmern, ergänzt durch Einzelstudien bei Jugendlichen und älteren Frauen sowie zwei Übersichtsarbeiten zu Phosphat und Knochenstoffwechsel. Der Zusammenhang zwischen zuckerhaltigen Softdrinks und geringerer Knochendichte ist konsistent, doch Ursache und Wirkung lassen sich nicht sicher trennen: Menschen mit hohem Softdrinkkonsum ernähren sich und leben häufig anders als Menschen ohne hohen Konsum. Der Phosphorsäure-Mechanismus ist biologisch plausibel, aber der direkte Nachweis, dass weniger Phosphorzufuhr auch Frakturen verhindert, fehlt bislang.

Zuletzt geprüft: September 2026 · wie das beurteilt wurde
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