Wird Curcumin von deinem Körper überhaupt gut aufgenommen?
Standard-Curcumin-Nahrungsergänzungsmittel werden vom Körper schlecht aufgenommen. Eine Kombination mit schwarzem Pfeffer (Piperin) kann die Aufnahme verbessern, doch wie viel das für deine Gesundheit ausmacht, ist noch nicht abschließend geklärt.
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Curcumin wird vom Körper schlecht aufgenommen. Selbst bei hohen Tagesdosen von bis zu 12 Gramm bleiben die Konzentrationen im Blut und in den Geweben sehr niedrig. Der Grund dafür ist eine Kombination aus schlechter Darmaufnahme, schnellem Abbau und rascher Ausscheidung.
Die am besten untersuchte Lösung ist die Kombination von Curcumin mit Piperin, dem Wirkstoff im schwarzen Pfeffer. Piperin hemmt einen Abbauprozess im Darm, sodass Curcumin länger im Blut verbleibt. Klinische Studien zeigen positive Signale bei Blutzucker, Blutfetten und Entzündungswerten, doch wie groß die Verbesserung genau ausfällt, ist noch nicht gut quantifiziert. Die Evidenz ist vielversprechend, aber nicht ausreichend.
Neuere Formulierungen, bei denen Curcumin in Fetttröpfchen oder Nanopartikel verpackt wird, sind theoretisch ebenfalls wirksamer, doch die Evidenz dafür beim Menschen ist noch sehr begrenzt. Bislang handelt es sich dabei überwiegend um Laborergebnisse.
Zur Sicherheit gibt es mehr Klarheit: Phase-I-Studien zeigen, dass Curcumin auch bei sehr hohen Dosen nicht ernsthaft toxisch ist. Forschende warnen jedoch, dass chronisch hohe Dosen möglicherweise Auswirkungen auf Nieren, Leber, Herz, Blut und das Immunsystem haben können. Diese Risiken sind noch nicht ausreichend erfasst.
Ob Curcumin trotz seiner schlechten Aufnahme tatsächlich bei Erkrankungen wie Krebs, Arthritis oder Diabetes wirkt, ist noch unklar. Laborergebnisse sind vielversprechend, doch der Schritt zur nachgewiesenen klinischen Anwendung ist bislang nicht gelungen. Wie Curcumin bei so niedrigen Blutspiegeln überhaupt Wirkung entfalten kann, bleibt eine offene Frage.
Basierend auf mehreren Reviews und klinischen Studien (PMID 17999464, 34143894, 40918117, 35889273, 36720711, 31590362, 26927041). Die schlechte Bioverfügbarkeit ist gut belegt. Die Evidenz für verbesserte Formulierungen und klinische Wirkungen ist begrenzter.