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Psilocybin schützt Nerven während der Chemotherapie

Redaktion LongevityWatch · 4. September 2026 · 1 min · English

Eine häufige, aber kaum behandelbare Nebenwirkung der Chemotherapie sind dauerhafte Nervenschäden in Händen und Füßen. Forscher haben Psilocybin, den Wirkstoff in psychedelischen Pilzen, als schützende Substanz erprobt – mit überraschend positiven Ergebnissen im Mausmodell.

Periphere Neuropathie als Folge einer Chemotherapie ist eine häufige und mitunter schwerwiegende Begleiterscheinung der Krebsbehandlung. Betroffene leiden unter Kribbeln, Schmerzen oder Taubheitsgefühlen in Händen und Füßen, manchmal noch jahrelang nach dem Ende der Therapie. Wirksame Strategien zur Vorbeugung gibt es kaum.

Eine in Science veröffentlichte Studie zeigt, dass Psilocybin diese Nervenschäden bei Mäusen über einen gezielten Mechanismus verhindern kann. Die Forschenden stellten fest, dass Psilocybin den Transport von Mitochondrien – den Kraftwerken der Zelle – zu den Nervenenden aufrechterhalten kann. Eine Chemotherapie unterbricht diesen Transport normalerweise, sodass die Nervenfasern nicht mehr ausreichend mit Energie versorgt werden und absterben. Psilocybin hielt diesen Transportprozess intakt.

Mitochondrien als Schlüssel

Bemerkenswert ist, dass der schützende Effekt über den mitochondrialen Transport wirkt und nicht über die bekannte psychedelische Wirkung von Psilocybin auf Serotonin-Rezeptoren. Das wirft die Frage auf, ob die bewusstseinsverändernden Eigenschaften der Substanz für diesen Effekt überhaupt notwendig sind – oder ob chemisch verwandte Verbindungen ohne diese Eigenschaften dasselbe leisten könnten.

Was die Studie nicht beweist

Die Studie wurde an Mäusen durchgeführt, nicht an Menschen. Ob Psilocybin bei Krebspatientinnen und -patienten denselben schützenden Effekt entfaltet und ob es sich sicher mit gängigen Chemotherapie-Protokollen kombinieren lässt, ist offen. Klinische Studien müssten diese Fragen beantworten.

Aus der Perspektive des Alterns ist der mitochondriale Mechanismus darüber hinaus von grundsätzlichem Interesse: Der Transport von Mitochondrien spielt eine breitere Rolle für die Gesundheit von Zellen und für das Altern selbst. Ob dieser Mechanismus auch jenseits von Neuropathien relevant ist, muss die Forschung noch zeigen.

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Suchbegriffe zur weiteren Recherche: mitochondrial transport peripheral neuropathy, psilocybin neuroprotection nerve damage, chemotherapy side effects nervous system

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