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Rapamycin könnte die Hirndurchblutung bei APOE4-Trägern verbessern

Redaktion LongevityWatch · 7. November 2026 · 1 min · English

Eine überraschende neue Studie deutet darauf hin, dass ein Longevity-Medikament Menschen mit genetischer Alzheimer-Veranlagung schützen könnte – allerdings nur jene, die die Genvariante APOE4 tragen.

Forschende der University of Missouri haben untersucht, ob Rapamycin – ein Medikament, das auch wegen seiner Wirkung gegen das Altern erforscht wird – die Gehirngesundheit bei Menschen mit genetischer Alzheimer-Veranlagung beeinflussen kann. Die Studie schloss gesunde Erwachsene im Alter von 45 bis 65 Jahren ein, von denen ein Teil die Variante APOE4 trug – ein Gen, das mit einem deutlich erhöhten Alzheimer-Risiko verbunden ist. Die Ergebnisse wurden im Journal of Cerebral Blood Flow & Metabolism veröffentlicht.

Warum ist die Hirndurchblutung so wichtig?

APOE4 ist eine Genvariante, die beeinflusst, wie Fette im Gehirn verarbeitet werden. Bei Trägern kann die Durchblutung bestimmter Hirnregionen bereits Jahre vor dem Auftreten erster Gedächtnisprobleme zurückgehen. Diese frühe Veränderung der Durchblutung gilt als potenzielles Warnsignal für ein erhöhtes Alzheimer-Risiko. Alle Teilnehmenden erhielten vier Wochen lang eine niedrige Tagesdosis Rapamycin. Die anschließenden Messungen der Hirndurchblutung zeigten bei APOE4-Trägern eine deutliche Verbesserung – bei Teilnehmenden ohne diese Variante blieb ein solcher Effekt aus.

Frauen mit APOE4 sprachen am stärksten an

Die Forschenden stellten zudem einen auffälligen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmenden fest. Frauen mit APOE4 verzeichneten die stärksten Verbesserungen der Hirndurchblutung. Das ist besonders bedeutsam, weil Frauen fast zwei Drittel aller Alzheimer-Erkrankten ausmachen. Das Team wertet dies als Beispiel für Präzisionsmedizin: die gezielte Identifikation jener Personen, die auf eine bestimmte Behandlung am ehesten ansprechen. Es handelte sich um eine Pilotstudie. Ob eine verbesserte Durchblutung langfristig das Demenzrisiko senkt, ist bislang nicht belegt – größere Studien sind erforderlich.

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