Hilft extra Salz gegen Erschöpfung beim Fasten?
Backpulver (Natriumbicarbonat) verringerte die Erschöpfung bei trainierten Männern, die gefastet hatten und Sport trieben, doch dieser Befund stammt aus einer einzigen kleinen Studie und sagt nichts über alltägliche Fastenmüdigkeit aus. Gewöhnliches Kochsalz ist dafür nicht untersucht worden.
Natriumbicarbonat ist Backpulver, kein Kochsalz. Dieser Unterschied ist entscheidend: Die Frage nach „extra Salz" zielt vermutlich auf Natrium ab, doch die einzige verfügbare Studie zum Fasten betrifft Natriumbicarbonat. In einer kleinen Studie mit 14 trainierten Männern, die 14 Stunden gefastet hatten, sank die Erschöpfung bei intensiver körperlicher Belastung um 37 %, nachdem sie Natriumbicarbonat eingenommen hatten, verglichen mit einer Salzlösung als Placebo. Die anaerobe Leistungsfähigkeit stieg dabei um 21 %.
Bemerkenswert war, dass Fasten allein in derselben Studie die anaerobe Leistung um 10 % und die Muskelausdauer um 24 % gegenüber dem gegessenen Zustand verbesserte. Fasten wirkt sich also keineswegs immer nachteilig auf sportliche Leistungen aus. Ob die Kombination aus Fasten und Natriumbicarbonat auch bei Nicht-Sportlerinnen und Nicht-Sportlern oder bei alltäglicher Müdigkeit etwas bewirkt, ist nicht untersucht.
Ein relevanter Nebeneffekt: Natriumbicarbonat verursachte bei den Teilnehmern leichte Magen-Darm-Beschwerden. Für empfindliche Personen ist das ein echter Nachteil.
Die übergeordnete Frage, ob intermittierendes Fasten einen gesundheitlichen Nutzen bringt, lässt sich auf Basis der bisherigen Studienlage nicht beantworten. Die verfügbaren randomisierten Studien sind klein und messen vor allem Zwischenwerte wie Gewicht und Cholesterin, nicht aber, ob sich die Menschen tatsächlich weniger müde fühlen. Belastbare Schlussfolgerungen zu Krankheit oder Sterblichkeit lassen sich daraus nicht ziehen.
Diese Antwort stützt sich vor allem auf eine einzelne kleine randomisierte Studie mit 14 trainierten Männern zu Natriumbicarbonat bei kurzfristigem Fasten. Die Befunde zu Erschöpfung und Leistung sind damit vorläufig und gelten spezifisch für trainierte Männer unter intensiver Belastung. Die Forschenden selbst stufen die Evidenz als begrenzt ein. Die weitergehende Aussage zu intermittierendem Fasten und Gesundheit basiert auf einer Übersichtsarbeit, die feststellte, dass nur drei kleine randomisierte Studien existieren, alle mit Blick auf Zwischenendpunkte. Humandaten zu Fasten und Alltagsmüdigkeit fehlen bislang.
Lebst du länger, wenn du mehr Salz isst?
Mehr Salz zu essen verlängert das Leben nicht. Auf individueller Ebene erhöht es das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachweisbar, während eine Salzreduktion den Blutdruck und das Risiko für einen frühen Tod senkt.
Verändert sich der Körpergeruch bei Alzheimer?
Geruchsverlust ist ein gut belegtes frühes Zeichen bei Alzheimer, und Veränderungen des Körpergeruchs werden als möglicher Marker erforscht. Einen klinisch einsetzbaren „Geruchstest" für Alzheimer gibt es bislang nicht.
Verbessert täglicher Avocadokonsum die Vielfalt deines Darmmikrobioms?
Wer täglich eine Avocado isst, steigert damit wahrscheinlich die Vielfalt seiner Darmbakterien. Die Evidenz stammt jedoch überwiegend von Menschen mit Übergewicht. Bei Normalgewichtigen ist der Effekt bislang nicht belegt.
Setzt Fasten dein Immunsystem zurück?
Fasten senkt Entzündungswerte und verbessert Risikofaktoren wie Gewicht und Blutdruck, doch ein echtes Zurücksetzen des Immunsystems ist nicht eindeutig belegt. Für spezifische Immunerkrankungen ist es noch zu früh für Schlussfolgerungen.
Hilft Fasten deinen Zellen dabei, sich selbst zu reinigen?
Fasten steigert die zelluläre Selbstreinigung nachweislich, aber bei längerem Fasten droht Muskelabbau. Kombiniere Fastenphasen mit ausreichend Proteinzufuhr und Bewegung, um die Balance zu halten.