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Hilft Mundtaping beim Schlafen?

Nein · Vorläufige Evidenz

Für gesunde Schläferinnen und Schläfer ist Mundtaping nicht nachweislich nützlich, und bei verstopfter Nase ist es riskant. Wenn du Schlafapnoe hast und Mundtaping erwägst, besprich das zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Was hilft wirklichWas kann ich tun, um besser zu schlafen?

Mundtaping soll Schnarchen reduzieren und den Schlaf verbessern – so liest man es häufig. Zwei Übersichtsarbeiten fanden zusammen nur eine Handvoll Studien, die sich teilweise widersprechen. Überzeugende Belege dafür, dass Mundtaping die Schlafqualität bei gesunden Menschen verbessert, gibt es nicht.

Bei Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe, einer Erkrankung, bei der die Atmung nachts wiederholt aussetzt, zeigten zwei kleine Studien eine messbare Verbesserung der Aussetzer pro Nacht. Alle Schlafapnoe-Studien zusammen umfassen aber nur 213 Teilnehmende – zu wenig für belastbare Aussagen. Wenn du Schlafapnoe hast oder vermutest, sprich das mit deiner Ärztin oder deinem Arzt an.

Mundtaping half auch bei Asthma nicht. In der methodisch sorgfältigsten verfügbaren Studie wendeten 51 Asthmapatientinnen und -patienten vier Wochen lang Mundtaping an oder nicht; es zeigte sich keinerlei Unterschied in der Lungenfunktion oder bei den Beschwerden. Das ist ein klares negatives Ergebnis.

In sozialen Medien kursieren Behauptungen über mehr Energie, eine stärkere Abwehr und gesündere Zähne. Keiner dieser angeblichen Vorteile wurde in Studien ernsthaft untersucht, geschweige denn belegt.

Es gibt auch ein Sicherheitsrisiko. Wer unter einer verstopften Nase oder anderen Nasenproblemen leidet, für den kann Mundtaping gefährlich werden: Ist die Nasenatmung nicht frei und der Mund bleibt geschlossen, kann Atemnot entstehen. Viele Studien haben diese Gruppe deshalb vorsorglich ausgeschlossen. Verwende Mundtaping nicht, solange deine Nasenatmung eingeschränkt ist.

Die Belege
3 Studien · 1 randomisierte Studie · ≈ 264 Teilnehmer

Diese Antwort stützt sich auf zwei Übersichtsarbeiten, die zusammen knapp zwanzig Studien umfassen, sowie auf eine randomisierte Studie mit 51 Asthmapatientinnen und -patienten. Die Gesamtzahl der Teilnehmenden über alle Schlafapnoe-Studien beträgt 213. Die Forschenden selbst beschrieben die Evidenzlage als spärlich und inkonsistent. Die randomisierte Studie bei Asthmapatientinnen und -patienten ist die methodisch strengste Arbeit in diesem Bereich und zeigte keinen Effekt.

Zuletzt geprüft: Oktober 2026 · wie das beurteilt wurde
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