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Was macht der Einsatz von Steroiden (wie im Sport) mit deinen Knochen?

Steroide im Sport fördern kurzfristig den Knochenaufbau, stören aber den Hormonhaushalt auf eine Weise, die Knochen gerade dadurch schädigen kann. Besonders für Jugendliche und bei längerem Gebrauch sind die Risiken ernst genug, um sie zu meiden.

Anabole Steroide regen grundsätzlich den Knochenaufbau an und bremsen den Knochenabbau. Sie helfen, den schwammartigen Innenknochen zu erhalten, und verdicken die harte Außenschicht. Auf den ersten Blick klingt das vorteilhaft. Die Studien, die das belegen, haben aber überwiegend mit niedrigeren Dosen gearbeitet, als Sportler in der Praxis nehmen, sodass die tatsächlichen Risiken vermutlich unterschätzt werden.

Die eigentliche Gefahr liegt auf einem indirekten Weg. Anabole-androgene Steroide drosseln die körpereigene Testosteronproduktion und die Hormone, die die Keimdrüsen steuern. Dieser Effekt kann noch Monate nach dem Absetzen anhalten. Da sowohl Testosteron als auch Östrogen für gesunde Knochen notwendig sind, schadet diese Unterdrückung dem Skelett. Östrogen ist bei Männern wie Frauen einer der stärksten Knochenschützer, und ein Mangel daran ist die Hauptursache für Osteoporose nach der Menopause.

Manche synthetischen Steroide lassen sich nicht in Östrogen umwandeln. Diese Varianten drosseln die körpereigene Hormonproduktion, ohne dass der Körper überhaupt Östrogen zurückbekommt. Dazu gibt es bisher nur wenige und methodisch schwache Studien, doch die Sorge ist berechtigt.

Für Jugendliche kommt ein weiteres Risiko hinzu. Gegen Ende der Pubertät beschleunigen Steroide den Verschluss der Wachstumsfugen, also jener Knochenzonen, in denen das Längenwachstum stattfindet. Wer zu diesem Zeitpunkt Steroide einsetzt, hört früher auf zu wachsen und bleibt möglicherweise kleiner, als es sonst der Fall gewesen wäre.

Was die Langzeitfolgen angeht: Die meisten Studien liefen zu kurz oder verwendeten zu geringe Dosen. Was klar ist: Die hormonelle Dysregulation, die Steroide auslösen, ist ein belegter Risikofaktor für Knochenprobleme, und diese Risiken summieren sich, je länger oder intensiver du sie einsetzt.

Die Belege
7 Studien

Diese Antwort stützt sich auf mehrere Übersichtsarbeiten von Fachleuten, die die verfügbare Literatur zu Androgenen, Knochenstoffwechsel und Steroidgebrauch im Sport zusammengeführt haben. Die Evidenz zu den direkten Knocheneffekten von Androgenen ist solide; für die spezifischen Dosen, die Sportler verwenden, und die Langzeitfolgen ist die Evidenzlage jedoch gering, und die Risiken sind wahrscheinlich unterschätzt.

Zuletzt geprüft: September 2026 · wie das beurteilt wurde
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Moderate Evidenz

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Ja · Moderate Evidenz

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