Wie halte ich meine Gelenke beweglich und beuge Arthrose vor?
Bewegung und ein gesundes Körpergewicht sind die am besten belegten Wege, um Arthrose vorzubeugen und Beschwerden zu kontrollieren; ist die Erkrankung einmal im Gang, stoppt sie keine Behandlung.
Übergewicht ist der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor. Jedes zusätzliche Kilogramm erhöht die Last auf Knie und Hüfte. Fettgewebe löst außerdem eine schwelende Entzündung aus, die den Knorpel schädigt. Wer abnimmt, verringert damit sowohl den mechanischen Druck als auch die Entzündungsbelastung in den Gelenken.
Bewegung schadet deinen Gelenken nicht, auch nicht bei höherer Intensität. Mehrere Studien bestätigen, dass Kniearthrose durch Sport oder Krafttraining nicht zunimmt. Eine Kombination aus Ausdauer-, Kraft- und Aerobic-Übungen ist bei bereits bestehender Kniearthrose sicher und lindert Beschwerden. Das gilt für Training an Land ebenso wie im Wasser. Wer sich kaum bewegt, riskiert durch Muskelschwäche und Gewichtszunahme eine höhere Arthrosegefahr.
Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle, ist aber kein unausweichliches Schicksal. Arthrose trifft vor allem Menschen über sechzig, doch ein früheres Gelenktrauma wie ein Kreuzbandriss oder ein gelenknaher Knochenbruch kann die Erkrankung auch in jüngeren Jahren auslösen. Gelenke vor solchen Verletzungen zu schützen ist deshalb sinnvoll, besonders für Menschen, die viel Sport treiben.
Bei bestehenden Beschwerden bleiben Bewegung und Gewichtskontrolle die am besten belegten Maßnahmen. Hochwertige Leitlinien empfehlen sie einhellig als ersten Schritt. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen wirken bei Arthrose gut gegen Schmerzen, sind aber wegen möglicher Risiken für Magen, Herz und Nieren nicht für jeden geeignet; sprich das mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab. Kortison-Spritzen ins Kniegelenk können kurzfristig helfen. Hyaluronsäure-Injektionen werden bei Hüftarthrose nicht empfohlen; beim Knie ist der Nutzen unklar. PRP- und Stammzell-Injektionen gelten bislang nicht als Standardbehandlung, dazu fehlen noch aussagekräftige Langzeitstudien.
Keine Therapie hat bisher bewiesen, dass sie das Fortschreiten der Arthrose aufhält oder nennenswert verlangsamt. Sinnvoll ist es, Risikofaktoren anzugehen und Beschwerden gezielt zu behandeln.
Basiert auf Reviews (PMID 37394226, 35506320, 29736569, 26904959, 23798298, 37321293, 25748615, 1739042).
Was hilft gegen Arthrose?
Bewegungstherapie unter Aufsicht und Diclofenac-Gel sind bei Arthrose am besten belegt. Paracetamol und Opioide wirken schwächer als viele erwarten; die Medikamentenwahl solltest du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen, besonders wenn du Herz- oder Magenprobleme hast.
Hilft Kollagen für Gelenke und Haut?
Bei Gelenkschmerzen durch Kniearthrose und bei aktiven Sportlern ist ein Versuch mit Kollagen sinnvoll: 10 Gramm Kollagenpeptide pro Tag über 6 Monate, am besten in Kombination mit Bewegung. Für die Haut werden 2,5 bis 5 Gramm pro Tag empfohlen, wobei ein Teil der Studien von Herstellern stammt.
Wie halte ich meine Nieren beim Älterwerden gesund?
Die zwei am besten belegten Maßnahmen gegen altersbedingte Nierenschäden sind Blutdruckkontrolle und regelmäßige Bewegung. Ein moderater Salzkonsum und ein gesundes Körpergewicht unterstützen beides nachweislich.
Wie halte ich meine Augen gesund und beuge Katarakt oder Makuladegeneration vor?
Schütz deine Augen mit UV-Brille, gemüse- und obstreichem Essen, guter Diabeteskontrolle und regelmäßigen Augenuntersuchungen. Ist ein Katarakt weit fortgeschritten, ist eine Operation die einzige bewährte Lösung.
Was hält deinen Mund und dein Zahnfleisch wirklich gesund?
Tägliches Zähneputzen ergänzt durch Interdentalbürstchen ist die beste Grundlage für einen gesunden Mund. Bei Diabetes zahlt sich regelmäßige Zahnfleischpflege zusätzlich für die Blutzuckerregulation aus.
Was hilft wirklich gegen chronische Rückenschmerzen im unteren Rücken?
Kraft- und Stabilisierungsübungen haben die stärkste Evidenzbasis bei chronischen Rückenschmerzen im Lendenbereich; reichen sie nicht aus, sind Entzündungshemmer der erste medikamentöse Schritt, aber Opioide und Operationen lassen sich fast immer vermeiden.