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Wie schädlich sind Transfette wirklich?

Industrielle Transfette schädigen Herz und Blutgefäße nachweislich, selbst in kleinen Mengen. Vermeide sie, indem du Zutatenlisten auf ‚teilweise gehärtete Öle‘ prüfst.

Industrielle Transfette erhöhen das LDL-Cholesterin (das sogenannte schlechte Cholesterin) und senken gleichzeitig das HDL-Cholesterin (das gute Cholesterin). Diese Kombination ist besonders ungünstig. Kontrollierte Ernährungsstudien und Untersuchungen bestätigen diesen Effekt übereinstimmend.

Das Herzrisiko lässt sich konkret beziffern: Stammen nur 2 % deiner täglichen Kalorien aus industriellen Transfetten, steigt das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen herzkreislaufbedingten Tod um 24 bis 32 % im Vergleich zu anderen Fettquellen. Das ist ein großer Effekt für eine vergleichsweise kleine Menge. Mehrere große Untersuchungen und eine zusammenfassende Auswertung ihrer Daten kommen zu dieser Schätzung.

Transfette schädigen nicht nur das Cholesterinprofil, sondern auch die Innenwand der Blutgefäße, was ein frühes Zeichen für Arterienverkalkung ist. Außerdem erhöhen sie Entzündungsmarker wie CRP und Interleukin-6. Beide Effekte sind in Ernährungs- und Untersuchungsstudien belegt, wenn auch etwas weniger eindeutig als das erhöhte Herzrisiko.

Hinweise gibt es auch auf eine verschlechterte Insulinsensitivität und verstärkte Bauchfettansammlung. Dazu liegen bisher nur wenige und zu uneinheitliche Daten vor, um daraus klare Schlüsse zu ziehen. Mögliche Auswirkungen auf Fruchtbarkeit oder kognitive Leistung tauchen in Übersichtsarbeiten auf, sind aber kaum systematisch untersucht.

Transfette, die natürlicherweise in Milchprodukten sowie Rind- und Lammfleisch vorkommen, bringen bei üblichen Verzehrmengen kein nachweisbar erhöhtes Herzrisiko mit sich. Gramm für Gramm wirken sie sich auf das Cholesterin zwar ähnlich ungünstig aus wie die industrielle Variante, doch die im Alltag aufgenommene Menge ist deutlich geringer. Das Verbot oder die starke Einschränkung industrieller Transfette, inzwischen in mehreren Ländern und durch die WHO umgesetzt, richtet sich ausschließlich gegen die industrielle Form, mit der Schätzung, dass ein weltweiter Verzicht zehntausende Herzerkrankungsfälle pro Jahr verhindern könnte.

Die Belege
7 Studien

Alle Quellen sind Übersichtsarbeiten. Die Aussagen zum Herzrisiko stützen sich auf große Studien und eine zusammenfassende Auswertung ihrer Daten, wie sie in diesen Übersichtsarbeiten beschrieben werden.

Zuletzt geprüft: August 2026 · wie das beurteilt wurde
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