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Forschung · Zellen & DNA

Urolithin A als Hautcreme verbessert Mitochondrien in alternder Haut

Redaktion LongevityWatch · 24. Oktober 2026 · 1 min · English

Urolithin A ist eine Verbindung, die Darmbakterien aus Lebensmitteln wie Granatapfel herstellen. Als Nahrungsergänzungsmittel für Muskeln und Energie ist die Substanz bereits bekannt. Neue Forschungsergebnisse zeigen nun, dass sie auch auf die Haut aufgetragen werden kann – mit messbaren Effekten auf alternde Hautzellen.

Forschende testeten eine Urolithin-A-haltige Creme an Menschen mit gealterter Haut. Die Verbindung aktivierte in den Hautzellen einen Prozess, der beschädigte Mitochondrien – die Energiekraftwerke der Zelle – abbaut und ersetzt. Dieser Prozess heißt Mitophagie: der gezielte Abbau defekter Mitochondrien. Die Forschenden beobachteten danach eine verbesserte Funktion der Hautzellen.

Mitochondrien und Hautalterung

Alternde Haut enthält mehr beschädigte Mitochondrien. Diese produzieren weniger Energie und erzeugen mehr schädliche Nebenprodukte. Hautzellen mit Energiemangel bilden weniger Kollagen und Elastin. Außerdem erholen sie sich langsamer von Schäden durch Sonnenlicht oder andere Belastungen.

Indem Zellen beschädigte Mitochondrien abbauen und ersetzen, können sie besser funktionieren. Urolithin A scheint diesen Prozess zu beschleunigen. Nach der Behandlung zeigte die Haut weniger Alterungszeichen wie Falten und verringerte Elastizität. Die Forschenden ziehen zurückhaltende Schlüsse, da es sich um eine kleine Studie handelt.

Vergleich mit topischem Rapamycin

Die Autorinnen und Autoren des Artikels stellen einen Vergleich mit früherer Forschung zu niedrig dosiertem Rapamycin an, das ebenfalls auf die Haut aufgetragen wird und ebenfalls über Mitophagie wirkt. Beide Ansätze scheinen denselben Mechanismus zu teilen: Eine verbesserte Beseitigung beschädigter Mitochondrien verringert die Zahl der Zellen, die in einen seneszenten – also gealterten, funktionsgestörten – Zustand übergehen. Ein direkter Vergleich beider Verbindungen steht bislang aus.

Urolithin A ist bereits als Nahrungsergänzungsmittel und Hautpflegeinhaltsstoff erhältlich. Die wissenschaftliche Evidenzlage zur topischen Anwendung bleibt jedoch begrenzt. Größere Studien sind nötig, um diese Befunde zu bestätigen.

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Suchbegriffe zum Weiterlesen: urolithin A mitophagy skin, mitochondrial dysfunction skin aging, cellular senescence skin repair

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