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Helfen DHEA oder Wachstumshormon gegen das Altern, oder sind sie riskant?

Nein · Vorläufige Evidenz

Für gesunde ältere Menschen ohne Hormonstörung bringt DHEA wenig und ist nicht ohne Risiko. Bei einer gesicherten Nebennierenrindeninsuffizienz ist DHEA sinnvoll, aber immer unter ärztlicher Aufsicht.

Was hilft wirklichKann Sport deinen Hormonspiegel wirklich verbessern, wenn du älter wirst?

DHEA als Mittel gegen das Altern hat in kontrollierten Studien an gesunden Menschen wenig gebracht. Untersuchungen an gesunden Personen über 60 mit Dosen von 50 bis 100 mg pro Tag zeigten über maximal ein Jahr kaum konsistente positive Effekte. Der große DHEA-Hype stützt sich größtenteils auf Tierversuche: Bei Nagetieren wurden beeindruckende Schutzwirkungen gefunden, doch Nagetiere haben von Natur aus kaum DHEA im Blut, weshalb sich diese Ergebnisse nicht auf Menschen übertragen lassen.

Es gibt eine Gruppe, bei der DHEA einen klaren Nutzen hat: Menschen mit einer echten Nebennierenrindeninsuffizienz, bei der der Körper selbst kaum oder kein DHEA produziert. Bei ihnen zeigen doppelblinde Studien Verbesserungen bei Stimmung, Wohlbefinden, sexueller Zufriedenheit und Knochendichte. Bei postmenopausalen Frauen ohne ein solches Defizit wirkt orales DHEA nicht zuverlässig, aber vaginales DHEA kann bei vaginaler Trockenheit helfen.

Für die sexuelle Funktion ergibt sich ein differenziertes Bild. Bei Frauen mit Nebennierenrindeninsuffizienz (Dosis 30 bis 50 mg pro Tag) wurden geringe Vorteile für sexuelles Verlangen und Wohlbefinden gefunden. Bei Männern lieferte DHEA in kontrollierten Studien keinen nachweisbaren Nutzen.

Das Risikoprofil von DHEA sollte man nicht unterschätzen. Hohe Dosen oder langfristige Einnahme hoher Dosen führen häufiger zu androgenbedingten Nebenwirkungen wie Akne, fettiger Haut und übermäßigem Haarwuchs. Dazu kommen begründete Bedenken hinsichtlich eines möglicherweise erhöhten Risikos für hormonabhängige Krebserkrankungen (Brustkrebs bei Frauen, Prostatakrebs bei Männern); dazu gibt es bisher nur begrenzte Langzeitdaten. Niedrige DHEA-Spiegel hängen in Bevölkerungsstudien mit mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und höherer Sterblichkeit zusammen, aber das bedeutet nicht, dass eine Supplementierung diese Risiken senkt.

Wachstumshormon war in den ausgewerteten Studien nicht vertreten, weshalb dazu hier keine Aussage möglich ist. Wenn du DHEA wegen Beschwerden oder einer Nebennierenerkrankung in Betracht ziehst, sprich das mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab, denn dann ist ärztliche Begleitung unbedingt erforderlich.

Die Belege
7 Studien

Diese Antwort stützt sich auf mehrere Übersichtsarbeiten zu kontrollierten Studien, darunter doppelblinde und placebokontrollierte Untersuchungen an gesunden älteren Menschen sowie an Personen mit Nebennierenrindeninsuffizienz. Die Studien waren in ihrer Größe begrenzt (maximal 280 Teilnehmer) und beobachteten die Teilnehmer höchstens ein Jahr lang. Die Studienautoren selbst hielten die kontrollierten Daten bei gesunden älteren Menschen für unzureichend, um eine Empfehlung auszusprechen. Zu Wachstumshormon lagen keine Studien vor.

Zuletzt geprüft: Oktober 2026 · wie das beurteilt wurde
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Ja · Moderate Evidenz
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