Senkt Olivenöl als wichtigste Fettquelle das Leberfett?
Natives Olivenöl extra als Teil einer mediterranen Ernährung senkt Leberfett messbar. Der Effekt ist gering und am größten, wenn man gleichzeitig etwas weniger Kalorien zu sich nimmt.
Natives Olivenöl extra reduziert Leberfett bei Menschen mit einer Fettleber, doch der Effekt hängt stark davon ab, wie du es einsetzt. In höheren Mengen, mehr als 30 bis 50 Gramm pro Tag, verbesserte natives Olivenöl extra in mehreren Studien sowohl den Leberfettgehalt als auch die Leberwerte. Raffiniertes Olivenöl schnitt dabei deutlich schlechter ab.
Betrachtet man Olivenöl isoliert, also außerhalb eines bestimmten Ernährungsmusters, ist das Bild weniger eindeutig. Sieben Studien zusammen fanden keinen klaren Effekt auf die Werte, die zeigen, wie stark die Leber belastet ist.
Ist Olivenöl Teil einer mediterranen Ernährung, sind die Ergebnisse durchweg positiver. Dieses Ernährungsmuster senkt das Leberfett, verbessert die Leberbelastungswerte und macht die Leber etwas widerstandsfähiger. Gleichzeitig nimmt man im Schnitt 2 bis 3 Kilogramm ab. Die Effekte sind klar erkennbar, aber gering.
Die stärkste Maßnahme bleibt die Kalorienreduktion: Je mehr du isst, desto weniger verbessert sich die Leber, und umgekehrt. Den Einfluss von Olivenöl vom restlichen Ernährungsverhalten zu trennen ist schwierig. Wenn du eine Fettleber hast, besprich das am besten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft.
Dieser Beitrag stützt sich auf mehrere zusammenfassende Analysen von Studien am Menschen, darunter Auswertungen von sieben bis elf Studien mit Fettleber-Patientinnen und -Patienten. Die Forschenden weisen selbst darauf hin, dass die Studien in Dosis, Dauer, Olivenöltyp und Ernährungskontext stark voneinander abweichen, was eindeutige Schlussfolgerungen erschwert. Wie groß der eigenständige Effekt von Olivenöl ist, unabhängig von einer mediterranen Ernährung oder Kalorienreduktion, muss die Forschung noch klären.