Funktioniert Shilajit als Nahrungsergänzungsmittel wirklich?
Vorsicht ist angebracht. Es gibt kaum starke Evidenz dafür, dass Shilajit wirkt, in der EU fehlt die Novel-Food-Zulassung, und unregulierte Produkte können Schwermetalle wie Blei, Arsen und Quecksilber enthalten.
Shilajit ist eine teerartige Substanz aus Gesteinsschichten, die für mehr Energie, höhere Testosteronwerte und gesundes Altern vermarktet wird. Aussagekräftige Studien am Menschen fehlen bisher weitgehend; ein echter gesundheitlicher Nutzen ist nicht nachgewiesen.
Rechtlich ist die Lage eindeutig problematisch: Shilajit steht nicht auf der EU-Liste zugelassener neuartiger Lebensmittel und unterliegt damit aller Wahrscheinlichkeit nach einer Zulassungspflicht, die bislang niemand erfüllt hat.
Das größte praktische Risiko ist Verunreinigung. Wegen seiner geologischen Herkunft können ungereinigte Produkte Schwermetalle wie Blei, Arsen und Quecksilber enthalten. Das ist auch der Hauptgrund für behördliche Warnungen. Wer es dennoch ausprobieren möchte, sollte ausschließlich Produkte kaufen, die unabhängig auf Schwermetalle getestet wurden, und die Menge gering halten.
Begrenzte Evidenz aus Humanstudien; Novel-Food-Status in der EU (nicht auf der Unionsliste) sowie Schwermetallrisiko bei unregulierten Produkten.