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Was bewirkt einmal pro Woche fasten für dein Darmmikrobiom?

Intermittierendes Fasten verändert das Darmmikrobiom nachweislich, doch die Effekte sind wahrscheinlich reversibel, sobald man aufhört; für gesunde Menschen ist der Nutzen noch nicht gut belegt.

Einen Tag pro Woche zu fasten gehört zum intermittierenden Fasten, und mehrere Studien zeigen, dass solche Fastenmuster die Zusammensetzung des Darmmikrobioms deutlich verändern. In mindestens 16 Bakteriengattungen wurden messbare Verschiebungen festgestellt, und auch die Gesamtvielfalt der Bakterien nimmt zu. Bei einem Teil der Teilnehmenden verschwanden diese Veränderungen allerdings wieder, sobald sie das Fasten aufgaben.

Eine achtwöchige Studie mit Menschen mit metabolischem Syndrom zeigt, dass intermittierendes Fasten die Produktion kurzkettiger Fettsäuren ankurbelt. Das sind Stoffwechselprodukte der Darmbakterien, die die Darmschleimhaut schützen und leichte Entzündungen dämpfen. Gleichzeitig sank der Blutspiegel bakterieller Entzündungsförderer. Diese Verschiebungen im Darmmikrobiom gingen mit messbaren Verbesserungen bei Körperfettanteil, oxidativem Stress und weiteren Herz-Kreislauf-Risikofaktoren einher.

Ob das Darmmikrobiom tatsächlich das entscheidende Bindeglied zwischen dem Fasten und diesen Gesundheitseffekten ist, lässt sich bisher nur aus Tierstudien und mechanistischen Untersuchungen schließen. Diese legen nahe, dass das Mikrobiom als Vermittler zwischen Fasten und Veränderungen im Stoffwechsel sowie im Immunsystem wirkt. Ein klarer Kausalitätsnachweis beim Menschen fehlt.

Eine kleine Pilotstudie mit MS-Patienten sowie Mausstudien zeigen ähnliche Muster: mehr bakterielle Vielfalt und Wachstum bestimmter schützender Bakterienfamilien. Die Studien konzentrieren sich auf erkrankte Gruppen, weshalb unklar bleibt, wie gut sich die Ergebnisse auf gesunde Menschen übertragen lassen.

Die stärksten Hinweise auf einen positiven Effekt gelten für Menschen mit Übergewicht oder metabolischem Syndrom, weniger für gesunde Personen. Die Effekte auf das Darmmikrobiom sind wahrscheinlich nicht von Dauer, sobald man das Fasten aufgibt. Langzeitdaten beim Menschen fehlen so gut wie vollständig.

Die Belege
7 Studien · 3 randomisierte Studien

Basierend auf einem Review (PMID 36950759), zwei klinischen Studien (PMID 33017844, 38806467), einer Tierstudie mit kleiner Pilotstudie bei MS-Patienten (PMID 29874567) sowie mehreren mechanistischen Reviews (PMID 38719726, 28715993, 36678130). Studie PMID 38806467 kombinierte Fasten mit einem Proteinprotokoll und wurde von einem kommerziellen Unternehmen finanziert. Keine der Studien untersucht gezielt genau einen Fastentag pro Woche.

Zuletzt geprüft: Oktober 2026 · wie das beurteilt wurde
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Ja · Moderate Evidenz

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