Wie viel Omega-3 mit EPA und DHA brauchst du täglich?
Es gibt keine Einheitsdosis: Für den Herzschutz sind ~840 mg EPA+DHA pro Tag wahrscheinlich ausreichend, für einen entzündungshemmenden Effekt werden 2 bis 4 Gramm benötigt, und in der Schwangerschaft genügen bereits 200 bis 300 mg DHA.
Wie viel EPA und DHA du täglich brauchst, hängt von deinem Ziel ab. Für einen grundlegenden Herzschutz reichen 840 mg EPA+DHA pro Tag aus. Auf diesem Niveau steigt der Omega-3-Index (der Anteil von EPA+DHA in den roten Blutkörperchen) auf etwa 6 Prozent. Dieser Schwellenwert wird mit einem geringeren Risiko für plötzlichen Herztod in Verbindung gebracht.
Willst du zusätzlich Entzündungen dämpfen, brauchst du mehr. Erst ab 2 bis 4 Gramm EPA+DHA pro Tag sinken entzündungsfördernde Botenstoffe im Blut messbar. Das entspricht dem Zwei- bis Fünffachen der Herzschutzdosis.
In der Schwangerschaft lautet die Empfehlung: 200 bis 300 mg DHA pro Tag aus sicheren Quellen wie gereinigtem Fischöl, Algenöl oder DHA-angereicherten Eiern. Diese Menge verlängert nachweislich die Schwangerschaftsdauer und fördert die kognitive sowie visuelle Entwicklung des Kindes. Sie liegt damit deutlich unter der Herz- oder Entzündungsdosis.
Bei Kindern und jungen Erwachsenen zwischen 4 und 25 Jahren zeigen Studien erst ab mindestens 450 mg DHA+EPA pro Tag gelegentlich einen Effekt auf die Denkleistung, und das nur in etwa der Hälfte der Untersuchungen. Dazu gibt es bisher zu wenige belastbare Daten für eine klare Empfehlung.
Wer abnehmen möchte: Die meisten Studien deuten darauf hin, dass rund 1000 mg EPA+DHA pro Tag in Kombination mit einer kalorienreduzierten Ernährung Bauchfett zusätzlich reduzieren kann. Dieser Befund stammt allerdings aus einer kleinen Studie mit je 20 Personen pro Gruppe und ist daher ein vorläufiger Hinweis, keine gesicherte Empfehlung. Sportler, die ihr Fettsäureprofil verbessern wollen, erhalten in Studien teils mehr als 3000 mg pro Tag, doch was das in der Praxis konkret bringt, bleibt offen.
Die Aussagen stützen sich auf mehrere Studien sowie eine Metaanalyse (PMID 41692069 zu Dialysepatienten). Die Dosierungen sind zielgruppen- und zweckspezifisch; eine universell optimale Dosis wurde bislang nicht ermittelt. Die meisten Studien verwendeten Ethylester, während die Triglyceridform bei bestimmten Patientengruppen wirksamer zu sein scheint.